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Eine außergewöhnliche Frauengestalt der deutschen Literatur, die 1670 von Grimmelshausen erfunden, 1941 von Brecht und 1979 von Grass variiert wurde, ist Objekt dieser Studie. Analysiert wird, wie Grimmelshausen durch das unstete Leben einer Frau den 30jährigen Krieg zum Objekt seiner Kritik macht; ferner, wie diese Kritik am Krieg durch Brechts Maternisierung der Courage im epischen Theater eine Veränderung erfährt und schließlich wie in Grass’ Erzählung Das Treffen in Telgte der Blick auf den 2. Weltkrieg durch die Perspektive des 30jährigen Krieges gebrochen wird. Besondere Aufmerksamkeit erhält Grimmelshausens Romankonstruktion der fiktiven Autobiographie der reuelosen Courage, welche als Ich-Person bewusst auftritt, um sich gegen all diejenigen Männer erzählerisch zu behaupten, die sie verleumdet und verkannt haben. Dieser Roman dient Grimmelshausen sowohl zur Kritik am Krieg als auch zur Widerlegung der Hexenlehre und zur Relativierung der Hexenobsession seiner Zeit. In der antimartialischen Tradition von Grimmelshausens Roman stehen sowohl Brechts Dramatisierung des Krieges als Niederlage der kleinen Leute als auch die Thematisierung der Macht des Wortes und der Ohnmacht der Dichter im Krieg durch Günter Grass. Zusammen schufen alle drei eine faszinierende starke Frau, die ein unicum in der deutschen Literatur ist.
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Courage, Italo Michele Battafarano
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 2003
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- (Paperback)
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- Titel
- Courage
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Italo Michele Battafarano
- Verlag
- Lang
- Erscheinungsdatum
- 2003
- Einband
- Paperback
- ISBN10
- 3039101315
- ISBN13
- 9783039101313
- Reihe
- IRIS
- Kategorie
- Weltliteratur
- Beschreibung
- Eine außergewöhnliche Frauengestalt der deutschen Literatur, die 1670 von Grimmelshausen erfunden, 1941 von Brecht und 1979 von Grass variiert wurde, ist Objekt dieser Studie. Analysiert wird, wie Grimmelshausen durch das unstete Leben einer Frau den 30jährigen Krieg zum Objekt seiner Kritik macht; ferner, wie diese Kritik am Krieg durch Brechts Maternisierung der Courage im epischen Theater eine Veränderung erfährt und schließlich wie in Grass’ Erzählung Das Treffen in Telgte der Blick auf den 2. Weltkrieg durch die Perspektive des 30jährigen Krieges gebrochen wird. Besondere Aufmerksamkeit erhält Grimmelshausens Romankonstruktion der fiktiven Autobiographie der reuelosen Courage, welche als Ich-Person bewusst auftritt, um sich gegen all diejenigen Männer erzählerisch zu behaupten, die sie verleumdet und verkannt haben. Dieser Roman dient Grimmelshausen sowohl zur Kritik am Krieg als auch zur Widerlegung der Hexenlehre und zur Relativierung der Hexenobsession seiner Zeit. In der antimartialischen Tradition von Grimmelshausens Roman stehen sowohl Brechts Dramatisierung des Krieges als Niederlage der kleinen Leute als auch die Thematisierung der Macht des Wortes und der Ohnmacht der Dichter im Krieg durch Günter Grass. Zusammen schufen alle drei eine faszinierende starke Frau, die ein unicum in der deutschen Literatur ist.