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Schinderhannes und seine Bande

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'Räuberhauptmann' Schinderhannes, der 1803 in Mainz hingerichtet wurde, gilt als legendäre Figur. Die Ermittlungen gegen ihn und 67 Mitangeklagte sowie der spektakuläre Prozess wurden umfassend dokumentiert und fanden europaweit großes Interesse. Am 21. November 1803 strömten zehntausende Neugierige zur Hinrichtungsstätte, während Anatomen der Mainzer Universität die Gelegenheit für medizinische Experimente an den Leichnamen nutzten. Reportagen, Flugblätter und Moritaten nach der Exekution sowie zahlreiche literarische 'Räuberpistolen' trugen zu seinem phänomenalen Nachruhm bei. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden zudem Lebensbeschreibungen, die ihn als politisch denkenden Verfechter der 'deutschen Sache' stilisierten. Diese Fehleinschätzungen machten ihn zum 'rheinischen Rebell' und 'Robin Hood des Hunsrücks'. Uwe Anhäuser entkleidet den 'Mythos Schinderhannes' von späteren Einflüssen und beleuchtet die tatsächlichen Umstände: Schinderhannes und seine Komplizen lebten brutal und rücksichtslos, oft unter dem Einfluss von Alkohol. Ein detaillierter Lebenslauf und eine Chronologie zeigen die Eskalation des Bandenunwesens von 1793 bis 1803 und enthalten wichtige Lebensdaten anderer Räuber sowie deren Straftaten. '15 Touren zu Tatorten und Erinnerungsstätten' bieten zudem einen kleinen 'Reise- und Ausflugsführer' zu rund 60 Schauplätzen, an denen Spuren der Schinderhannesbande erhalten sind.

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Schinderhannes und seine Bande, Uwe Anhäuser

Sprache
Erscheinungsdatum
2003
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(Paperback)
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Titel
Schinderhannes und seine Bande
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Uwe Anhäuser
Erscheinungsdatum
2003
Einband
Paperback
ISBN10
3898010147
ISBN13
9783898010146
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher
Bewertung
3 von 5 Sternen
Beschreibung
'Räuberhauptmann' Schinderhannes, der 1803 in Mainz hingerichtet wurde, gilt als legendäre Figur. Die Ermittlungen gegen ihn und 67 Mitangeklagte sowie der spektakuläre Prozess wurden umfassend dokumentiert und fanden europaweit großes Interesse. Am 21. November 1803 strömten zehntausende Neugierige zur Hinrichtungsstätte, während Anatomen der Mainzer Universität die Gelegenheit für medizinische Experimente an den Leichnamen nutzten. Reportagen, Flugblätter und Moritaten nach der Exekution sowie zahlreiche literarische 'Räuberpistolen' trugen zu seinem phänomenalen Nachruhm bei. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden zudem Lebensbeschreibungen, die ihn als politisch denkenden Verfechter der 'deutschen Sache' stilisierten. Diese Fehleinschätzungen machten ihn zum 'rheinischen Rebell' und 'Robin Hood des Hunsrücks'. Uwe Anhäuser entkleidet den 'Mythos Schinderhannes' von späteren Einflüssen und beleuchtet die tatsächlichen Umstände: Schinderhannes und seine Komplizen lebten brutal und rücksichtslos, oft unter dem Einfluss von Alkohol. Ein detaillierter Lebenslauf und eine Chronologie zeigen die Eskalation des Bandenunwesens von 1793 bis 1803 und enthalten wichtige Lebensdaten anderer Räuber sowie deren Straftaten. '15 Touren zu Tatorten und Erinnerungsstätten' bieten zudem einen kleinen 'Reise- und Ausflugsführer' zu rund 60 Schauplätzen, an denen Spuren der Schinderhannesbande erhalten sind.