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Jenisch unter Schaustellern

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  • 219 Seiten
  • 8 Lesestunden

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Hinweise auf die Existenz einer Geheimsprache (Jenisch) der Schausteller gibt es zahlreich, doch ist ihnen die Sondersprachenforschung nie nachgegangen. Die soziolinguistisch ausgerichtete Arbeit von Christian Efing legt neben einem umfangreichen Glossar des SchaustellerJenisch aus bekannten und bisher unveröffentlichten Quellen und Sprecherbefragungen eine linguistische Detailanalyse (in den unterschiedlichsten Bereichen, z. B. Wortgeschichte, Morphologie, Semantik, Pragmatik) dieser Varietät vor. Die Sondersprache der Schausteller entpuppt sich dabei entgegen bisheriger Annahmen nicht als einheitlich, sondern als heterogenes Konglomerat verschiedener, ähnlicher RotwelschDialekte. Der Begriff „Schausteller-Jenisch“ erhält seine Berechtigung als Ordnungsbegriff angesichts einer lexikalischen Schnittmenge, die die unterschiedlichen Jenisch-Ausprägungen zusammenhält. Noch heute sprechen einige Schausteller aktiv Jenisch, das allerdings nur noch selten an die Kinder weitergegeben wird und auch aufgrund der veränderten Lebensweise und Lebensumstände der Schausteller vom Untergang bedroht ist. Christian Efing verbindet die Dokumentation dieser untergehenden Geheimsprache mit Querverweisen auf die Sozialgeschichte; nebenbei gelingt es ihm, die Qualifikation von Schaustellern als Jenische zu widerlegen.

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Jenisch unter Schaustellern, Christian Efing

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Erscheinungsdatum
2004
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(Paperback)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Christian Efing
Erscheinungsdatum
2004
Einband
Paperback
Seitenzahl
219
ISBN10
3447048344
ISBN13
9783447048347
Reihe
Beschreibung
Hinweise auf die Existenz einer Geheimsprache (Jenisch) der Schausteller gibt es zahlreich, doch ist ihnen die Sondersprachenforschung nie nachgegangen. Die soziolinguistisch ausgerichtete Arbeit von Christian Efing legt neben einem umfangreichen Glossar des SchaustellerJenisch aus bekannten und bisher unveröffentlichten Quellen und Sprecherbefragungen eine linguistische Detailanalyse (in den unterschiedlichsten Bereichen, z. B. Wortgeschichte, Morphologie, Semantik, Pragmatik) dieser Varietät vor. Die Sondersprache der Schausteller entpuppt sich dabei entgegen bisheriger Annahmen nicht als einheitlich, sondern als heterogenes Konglomerat verschiedener, ähnlicher RotwelschDialekte. Der Begriff „Schausteller-Jenisch“ erhält seine Berechtigung als Ordnungsbegriff angesichts einer lexikalischen Schnittmenge, die die unterschiedlichen Jenisch-Ausprägungen zusammenhält. Noch heute sprechen einige Schausteller aktiv Jenisch, das allerdings nur noch selten an die Kinder weitergegeben wird und auch aufgrund der veränderten Lebensweise und Lebensumstände der Schausteller vom Untergang bedroht ist. Christian Efing verbindet die Dokumentation dieser untergehenden Geheimsprache mit Querverweisen auf die Sozialgeschichte; nebenbei gelingt es ihm, die Qualifikation von Schaustellern als Jenische zu widerlegen.