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Politik in Mehrebenensystemen

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  • 257 Seiten
  • 9 Lesestunden

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Der vorliegende Text behandelt das Regieren in komplexen Mehrebenensystemen, bekannt als multilevel governance. Mit der Einführung dieses Begriffs wird eine lange verbreitete Annahme in der Politikwissenschaft hinterfragt, die Herrschaft in modernen Gesellschaften als vorwiegend in autonomen und hierarchisch strukturierten Organisationen zu betrachten. Dieser Perspektivenwechsel, der sich schleichend vollzog, findet sich zunehmend in politischen Konzepten wieder. Multilevel governance ist ein solches Konzept. Die Vorstellung, dass Gesellschaften hierarchisch geordnet gesteuert werden, hat nicht nur das Denken über Wirtschaftsbetriebe und Verwaltungen geprägt, sondern auch die Beschreibung politischer Systeme als Staaten. Der moderne Staat wird oft als eine Vereinigung von Menschen zu einer Staatsbürgernation verstanden, die durch Selbstbestimmung ein bestimmtes Gebiet organisiert. Dabei wird häufig angenommen, dass der Staat eine Einheit aus Staatsgebiet, Staatsvolk und souveräner Staatsgewalt bildet. Diese Annahme ist jedoch theoretisch problematisch und vernachlässigt die unterschiedlichen Formen politischer Herrschaft, die im Laufe der Geschichte entstanden sind. Zudem berücksichtigt sie nicht die interne Differenzierung eines Staates in territorialer und funktionaler Hinsicht.

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Politik in Mehrebenensystemen, Arthur Benz

Sprache
Erscheinungsdatum
2009
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(Paperback)
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Titel
Politik in Mehrebenensystemen
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Arthur Benz
Erscheinungsdatum
2009
Einband
Paperback
Seitenzahl
257
ISBN10
3531145304
ISBN13
9783531145303
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher, Lehrbücher
Beschreibung
Der vorliegende Text behandelt das Regieren in komplexen Mehrebenensystemen, bekannt als multilevel governance. Mit der Einführung dieses Begriffs wird eine lange verbreitete Annahme in der Politikwissenschaft hinterfragt, die Herrschaft in modernen Gesellschaften als vorwiegend in autonomen und hierarchisch strukturierten Organisationen zu betrachten. Dieser Perspektivenwechsel, der sich schleichend vollzog, findet sich zunehmend in politischen Konzepten wieder. Multilevel governance ist ein solches Konzept. Die Vorstellung, dass Gesellschaften hierarchisch geordnet gesteuert werden, hat nicht nur das Denken über Wirtschaftsbetriebe und Verwaltungen geprägt, sondern auch die Beschreibung politischer Systeme als Staaten. Der moderne Staat wird oft als eine Vereinigung von Menschen zu einer Staatsbürgernation verstanden, die durch Selbstbestimmung ein bestimmtes Gebiet organisiert. Dabei wird häufig angenommen, dass der Staat eine Einheit aus Staatsgebiet, Staatsvolk und souveräner Staatsgewalt bildet. Diese Annahme ist jedoch theoretisch problematisch und vernachlässigt die unterschiedlichen Formen politischer Herrschaft, die im Laufe der Geschichte entstanden sind. Zudem berücksichtigt sie nicht die interne Differenzierung eines Staates in territorialer und funktionaler Hinsicht.