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Canossa

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  • 254 Seiten
  • 9 Lesestunden

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"Andare a Canossa": noch heute, nach tausend Jahren, ist dies der prägnante Ausdruck, mit dem der Akt des Fehlereingeständnisses und der Bitte um Verzeihung beschrieben wird, so sehr hat das Bild "die Demütigung von Canossa", die Heinrich IV. erlitten hat, die Vorstellungskraft geprägt. Im Januar 1077 gezwungen, drei Tage lang im Schnee zu warten, um von Papst Gregor VII. empfangen zu werden, der damals Gast von Matilda in Canossa war, erreichte der Kaiser schließlich die Aufhebung der ihm auferlegten Exkommunikation. Dieser Höhepunkt im Investiturstreit, also im Machtkonflikt zwischen Kaiserreich und Papsttum, ist, wie dieses Buch klar darstellt, ein echter Wendepunkt. Das Papsttum, das es schaffte, das Eingreifen des Kaisers in die Angelegenheiten der Kirche abzuwehren und seine eigene Unabhängigkeit zu behaupten, leitete die Trennung zwischen religiöser und politischer Macht ein, die seither die Entwicklung der europäischen Zivilisation geprägt hat.

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Canossa, Stefan Weinfurter

Sprache
Erscheinungsdatum
2006
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(Hardcover)
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Titel
Canossa
Sprache
Deutsch
Verlag
Beck
Erscheinungsdatum
2006
Einband
Hardcover
Seitenzahl
254
ISBN10
3406535909
ISBN13
9783406535901
Reihe
Bewertung
3,85 von 5 Sternen
Beschreibung
"Andare a Canossa": noch heute, nach tausend Jahren, ist dies der prägnante Ausdruck, mit dem der Akt des Fehlereingeständnisses und der Bitte um Verzeihung beschrieben wird, so sehr hat das Bild "die Demütigung von Canossa", die Heinrich IV. erlitten hat, die Vorstellungskraft geprägt. Im Januar 1077 gezwungen, drei Tage lang im Schnee zu warten, um von Papst Gregor VII. empfangen zu werden, der damals Gast von Matilda in Canossa war, erreichte der Kaiser schließlich die Aufhebung der ihm auferlegten Exkommunikation. Dieser Höhepunkt im Investiturstreit, also im Machtkonflikt zwischen Kaiserreich und Papsttum, ist, wie dieses Buch klar darstellt, ein echter Wendepunkt. Das Papsttum, das es schaffte, das Eingreifen des Kaisers in die Angelegenheiten der Kirche abzuwehren und seine eigene Unabhängigkeit zu behaupten, leitete die Trennung zwischen religiöser und politischer Macht ein, die seither die Entwicklung der europäischen Zivilisation geprägt hat.