Buchbewertung
Parameter
- 426 Seiten
- 15 Lesestunden
Mehr zum Buch
Ein unvergesslicher Bericht über die Reaktion eines Volkes auf Völkermord und was dies über die Menschheit aussagt. Dieses bemerkenswerte Debüt beschreibt die Ereignisse seit 1994 in Ruanda, als die Hutu-Mehrheit die Tutsi-Minderheit zur Ermordung aufrief. Die Tötungen geschahen primitiv, größtenteils mit Macheten, jedoch mit erschreckender Geschwindigkeit: Rund 800.000 Menschen wurden in hundert Tagen ausgelöscht. Ein Tutsi-Pastor formulierte in einem Brief an seinen Hutu-Kirchenpräsidenten einen erschreckenden Satz, der dem Autor seinen Titel gab. Mit intensiver dramatischer Schärfe beleuchtet der Autor die Entstehung und den Schrecken der "völkermörderischen Logik" Ruandas und die Trauer der Nachwirkungen: massive Vertreibungen, Versuchungen der Rache und die Suche nach Gerechtigkeit, überfüllte Gefängnisse und Flüchtlingslager. Durch intime Porträts von Ruandern aus allen Lebensbereichen werden die psychologischen und politischen Herausforderungen des Überlebens thematisiert. Zudem wird gezeigt, wie die neuen Führer des postkolonialen Afrika in den Krieg im Kongo zogen, als völkermörderische Kräfte drohten, Zentralafrika zu überrennen. Kann ein Land, das größtenteils aus Tätern und Opfern besteht, eine kohärente nationale Gesellschaft schaffen? Dieser bewegende Beitrag zur Zeugenliteratur beleuchtet den Kampf um gesunde politische Ordnungen und die Hartnäckigkeit des menschlichen Geistes in einer extremen Welt.
Buchkauf
Wir möchten Ihnen mitteilen, daß wir morgen mit unseren Familien umgebracht werden, Philip Gourevitch
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1999
Hier könnte deine Bewertung stehen.
