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Graubünden und das Auto

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Die Motorisierung des Straßenverkehrs gilt als eine der bedeutendsten Entwicklungen des 20. Jahrhunderts. Dennoch versuchte der Kanton Graubünden zwischen 1900 und 1925, sich dieser Dynamik zu entziehen und sich als automobilfreie Zone zu behaupten. Die Fragen, die sich stellen, sind: Wie lässt sich der langanhaltende Widerstand der Bündner gegen das Automobil erklären? Welche wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe, Interessen, Ängste und Motive führten zu dieser weit verbreiteten ablehnenden Haltung? Durch die Analyse verschiedener Quellen und Abstimmungsergebnisse wird versucht, Antworten auf diese zentralen Fragen zu finden. Das Hauptziel besteht darin, das soziale Profil der Gegner und Befürworter der Motorisierung sowie die räumliche Verbreitung des Widerstands und die Entwicklung der Debatte zu rekonstruieren. Die Ergebnisse zeigen, dass einfache Erklärungen, wie die Annahme einer grundsätzlichen ablehnenden Haltung der Bündner Landwirte und Fuhrleute gegenüber Modernität und Technik, nicht ausreichen, um das komplexe Phänomen des Widerstands gegen die Motorisierung zu erfassen.

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Graubünden und das Auto, Stefan Hollinger

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2008
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