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Schriften und Rezensionen zur Religion

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  • 402 Seiten
  • 15 Lesestunden

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Es ist wahrscheinlich, dass die monotheistischen Religionen in einigen Jahrhunderten zu den ideell überlebenden Altertümern gehören werden, ähnlich wie die Religionen von Ägypten, Hellas und dem alten Italien. Bereits heute lassen sich Ansätze einer neuen panpneumatischen Weltreligion finden, die der modernen Welt angemessen sein könnte. Kann eine neue Religion aus dem phantasielosen wissenschaftlichen Denken entstehen? Wenn ja, wird sie eine universale Religion sein müssen, die die Idee der Wissenschaftlichkeit mit der allgemeinen Menschlichkeit verbindet und damit den Anspruch erhebt, eine ethische und wahre Religion zu sein. Während der Übergang zum Monotheismus einst eine große Epoche darstellte, könnte der Wandel zum Atheismus, so schrecklich das Wort auch klingen mag, eine noch bedeutendere sein. Der wissenschaftliche Unglaube zieht oft den Begriff „Pantheismus“ vor, dessen Unechtheit von den Gottverehrern aller Bekenntnisse durchschaut wird. In Wahrheit sind die Vergottung und Entgottung der Welt zwei Seiten derselben Medaille. Auch die monotheistischen Religionen sind stark vom Geist des wissenschaftlichen Denkens beeinflusst. Sie sind Buchreligionen, die nach philosophischer Begründung streben und darum ringen.

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Schriften und Rezensionen zur Religion, Ferdinand Tönnies

Sprache
Erscheinungsdatum
2010
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Titel
Schriften und Rezensionen zur Religion
Sprache
Deutsch
Verlag
Profil
Erscheinungsdatum
2010
Seitenzahl
402
ISBN10
3890197736
ISBN13
9783890197739
Reihe
Beschreibung
Es ist wahrscheinlich, dass die monotheistischen Religionen in einigen Jahrhunderten zu den ideell überlebenden Altertümern gehören werden, ähnlich wie die Religionen von Ägypten, Hellas und dem alten Italien. Bereits heute lassen sich Ansätze einer neuen panpneumatischen Weltreligion finden, die der modernen Welt angemessen sein könnte. Kann eine neue Religion aus dem phantasielosen wissenschaftlichen Denken entstehen? Wenn ja, wird sie eine universale Religion sein müssen, die die Idee der Wissenschaftlichkeit mit der allgemeinen Menschlichkeit verbindet und damit den Anspruch erhebt, eine ethische und wahre Religion zu sein. Während der Übergang zum Monotheismus einst eine große Epoche darstellte, könnte der Wandel zum Atheismus, so schrecklich das Wort auch klingen mag, eine noch bedeutendere sein. Der wissenschaftliche Unglaube zieht oft den Begriff „Pantheismus“ vor, dessen Unechtheit von den Gottverehrern aller Bekenntnisse durchschaut wird. In Wahrheit sind die Vergottung und Entgottung der Welt zwei Seiten derselben Medaille. Auch die monotheistischen Religionen sind stark vom Geist des wissenschaftlichen Denkens beeinflusst. Sie sind Buchreligionen, die nach philosophischer Begründung streben und darum ringen.