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Die japanische Besatzungszeit in der nationalen Erinnerungskultur Indonesiens

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  • 370 Seiten
  • 13 Lesestunden

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Welche Spuren hat die japanische Okkupation während des Pazifikkrieges von 1942 bis 1945 in der nationalen Erinnerungskultur Indonesiens hinterlassen? Die bisherige Forschungsliteratur geht davon aus, dass sich die indonesische Gesellschaft nur selten an die Besatzung erinnert und diese historische Phase daher keine große Bedeutung für das Selbstbild des größten Staates in Südostasien besitzt. Diese weit verbreitete Meinung kann einem differenzierteren Blick jedoch nicht standhalten. Die Erfahrungen von Fremdherrschaft, Wider- stand, Kollaboration, Zwangsarbeit und Zwangsprostitution, militärischer Ausbildung und beginnender Unabhängigkeit sind zum Teil von anderen Motiven der Geschichte verdeckt, finden aber dennoch einen exponierten Platz im kollektiven Gedächtnis der indonesischen Nation. Boryano Rickums interdisziplinäre Untersuchung verfolgt die These, dass in der Erinnerungskultur die Besatzungszeit nicht vergessen, sondern vielmehr von einem heroischen, aber ‚stillen Siegerbewusstsein‘ geprägt wird.

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Die japanische Besatzungszeit in der nationalen Erinnerungskultur Indonesiens, Boryano Rickum

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Erscheinungsdatum
2012
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(Paperback)
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Titel
Die japanische Besatzungszeit in der nationalen Erinnerungskultur Indonesiens
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Boryano Rickum
Erscheinungsdatum
2012
Einband
Paperback
Seitenzahl
370
ISBN10
3940132438
ISBN13
9783940132437
Reihe
Schlagwörter
Historisches Thema
Beschreibung
Welche Spuren hat die japanische Okkupation während des Pazifikkrieges von 1942 bis 1945 in der nationalen Erinnerungskultur Indonesiens hinterlassen? Die bisherige Forschungsliteratur geht davon aus, dass sich die indonesische Gesellschaft nur selten an die Besatzung erinnert und diese historische Phase daher keine große Bedeutung für das Selbstbild des größten Staates in Südostasien besitzt. Diese weit verbreitete Meinung kann einem differenzierteren Blick jedoch nicht standhalten. Die Erfahrungen von Fremdherrschaft, Wider- stand, Kollaboration, Zwangsarbeit und Zwangsprostitution, militärischer Ausbildung und beginnender Unabhängigkeit sind zum Teil von anderen Motiven der Geschichte verdeckt, finden aber dennoch einen exponierten Platz im kollektiven Gedächtnis der indonesischen Nation. Boryano Rickums interdisziplinäre Untersuchung verfolgt die These, dass in der Erinnerungskultur die Besatzungszeit nicht vergessen, sondern vielmehr von einem heroischen, aber ‚stillen Siegerbewusstsein‘ geprägt wird.