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Der Weizsäcker-Komplex

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  • 356 Seiten
  • 13 Lesestunden

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8. Mai 1985, Bonn, Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Bundespräsident Richard von Weizsäcker spricht zum 40. Jahrestag des Kriegsendes. Er mahnt die Deutschen, sich an die Verbrechen des Nationalsozialismus immerwährend zu erinnern! Damit schreibt er die Vergangenheitspolitik für Jahrzehnte fest. Die Weizsäckers gehören seit Generationen zur deutschen Elite. In den unterschiedlichsten Systemen haben sie an ihrem Aufstieg gearbeitet und ausgezeichnete Wissenschaftler und Politiker hervorgebracht. Doch die Familiengeschichte hat einen dunklen Fleck: Der Vater des Altbundespräsidenten, Staatssekretär Ernst von Weizsäcker, wurde 1949 in Nürnberg als Kriegsverbrecher verurteilt, weil er nicht den Judendeportationen widersprochen hatte. Für diesen Komplex aus Schuld, Scham und Siegerwillkür, aus persönlicher und historischer Tragik hat der Sohn nie eine schlüssige Erklärung gefunden und den Ausweg in der nationalen Selbstanklage gesucht. Das Buch zeigt Richard von Weizsäcker als Wortführer, aber auch als tragischen Repräsentanten eines nationalen Komplexes, der den geistigen und materiellen Bestand Deutschlands in Frage stellt.

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Der Weizsäcker-Komplex, Thorsten Hinz

Sprache
Erscheinungsdatum
2012
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(Hardcover)
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Titel
Der Weizsäcker-Komplex
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Thorsten Hinz
Verlag
JF
Erscheinungsdatum
2012
Einband
Hardcover
Seitenzahl
356
ISBN10
3929886405
ISBN13
9783929886405
Reihe
Beschreibung
8. Mai 1985, Bonn, Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Bundespräsident Richard von Weizsäcker spricht zum 40. Jahrestag des Kriegsendes. Er mahnt die Deutschen, sich an die Verbrechen des Nationalsozialismus immerwährend zu erinnern! Damit schreibt er die Vergangenheitspolitik für Jahrzehnte fest. Die Weizsäckers gehören seit Generationen zur deutschen Elite. In den unterschiedlichsten Systemen haben sie an ihrem Aufstieg gearbeitet und ausgezeichnete Wissenschaftler und Politiker hervorgebracht. Doch die Familiengeschichte hat einen dunklen Fleck: Der Vater des Altbundespräsidenten, Staatssekretär Ernst von Weizsäcker, wurde 1949 in Nürnberg als Kriegsverbrecher verurteilt, weil er nicht den Judendeportationen widersprochen hatte. Für diesen Komplex aus Schuld, Scham und Siegerwillkür, aus persönlicher und historischer Tragik hat der Sohn nie eine schlüssige Erklärung gefunden und den Ausweg in der nationalen Selbstanklage gesucht. Das Buch zeigt Richard von Weizsäcker als Wortführer, aber auch als tragischen Repräsentanten eines nationalen Komplexes, der den geistigen und materiellen Bestand Deutschlands in Frage stellt.