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Nathan der Weise

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  • 172 Seiten
  • 7 Lesestunden

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Mit Erläuterungen zu Autor, Text und Wirkung. Mensch sein Die Aussage in Lessings Werk scheint einfach: Der Dichter appelliert an die Toleranz und Menschlichkeit seiner Zeitgenossen im Zeichen der Aufklärung Ende des 18. Jahrhunderts. Durch die Figur des weisen Nathan zeigt er, wie dieser unabhängig von Religion und Herkunft einfach Mensch sein kann. Nathan lebt in Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge und unterrichtet seine angenommene Tochter Recha nicht in Judentum oder Christentum, sondern in Menschlichkeit. Diese Sichtweise führt zwangsläufig zu Konflikten, da viele unter dem Deckmantel ihrer Religion überzeugt sind, die einzig wahren Werte zu vertreten. Nathan verdeutlicht seine Anschauung in der berühmten Ringparabel: So wie sich die drei identischen Ringe nicht unterscheiden lassen, kann auch unter den Religionen von Juden, Christen und Moslems nicht entschieden werden, welche den echten Glauben repräsentiert. Am Ende überzeugt Nathan die Zweifler in nur zwei Stunden. Die Botschaft ist klar: Toleranz und Menschlichkeit sind die höchsten Güter der Zivilisation. Auch im späten 20. Jahrhundert sind Intoleranz und Ignoranz präsent, und wir benötigen weiterhin Erklärungen zu den wahren Werten unserer Gesellschaft. Nathan kann uns als Lehrmeister dienen, und seine Botschaft bleibt relevant und einfach. --Anne Hauschild

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2,7
Gut
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Sprache
Deutsch
Verlag
Reclam
Erscheinungsdatum
1964
Einband
Paperback
Seitenzahl
172
ISBN13
9783150000038
Reihe
Schlagwörter
Theaterstücke
Bewertung
2,7 von 5 Sternen
Beschreibung
Mit Erläuterungen zu Autor, Text und Wirkung. Mensch sein Die Aussage in Lessings Werk scheint einfach: Der Dichter appelliert an die Toleranz und Menschlichkeit seiner Zeitgenossen im Zeichen der Aufklärung Ende des 18. Jahrhunderts. Durch die Figur des weisen Nathan zeigt er, wie dieser unabhängig von Religion und Herkunft einfach Mensch sein kann. Nathan lebt in Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge und unterrichtet seine angenommene Tochter Recha nicht in Judentum oder Christentum, sondern in Menschlichkeit. Diese Sichtweise führt zwangsläufig zu Konflikten, da viele unter dem Deckmantel ihrer Religion überzeugt sind, die einzig wahren Werte zu vertreten. Nathan verdeutlicht seine Anschauung in der berühmten Ringparabel: So wie sich die drei identischen Ringe nicht unterscheiden lassen, kann auch unter den Religionen von Juden, Christen und Moslems nicht entschieden werden, welche den echten Glauben repräsentiert. Am Ende überzeugt Nathan die Zweifler in nur zwei Stunden. Die Botschaft ist klar: Toleranz und Menschlichkeit sind die höchsten Güter der Zivilisation. Auch im späten 20. Jahrhundert sind Intoleranz und Ignoranz präsent, und wir benötigen weiterhin Erklärungen zu den wahren Werten unserer Gesellschaft. Nathan kann uns als Lehrmeister dienen, und seine Botschaft bleibt relevant und einfach. --Anne Hauschild