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Die Herausbildung des Institutionalismus

Über die Grundlegungen bei Thorstein Bunde Veblen, John Roger Commons und Wesley Clair Mitchell

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Thorstein Bunde Veblen, John Roger Commons und Wesley Clair Mitchell gelten als Begründer des Institutionalismus, einem theoretischen Ansatz, der in den frühen 20. Jahrhunderts entstand. Dieser Ansatz integrierte Erkenntnisse aus Psychologie, Soziologie und Philosophie, um ein realistisches Menschenbild für das Theoretisieren zu schaffen. In Anlehnung an die Historische Schule der Nationalökonomie erkannten sie, dass der Mensch nur in Vergesellschaftung gedacht werden kann und Teil eines historischen Kontinuums ist. Zentral für ihr Denken war die Wechselwirkung zwischen Individuum und Gesellschaft, die durch Institutionen vermittelt wird. Veblen bezeichnete diese als „habits of thought common to the generality of men“, die Menschen für bestimmte sozio-ökonomische Umfelder sozialisieren. Sie stützten sich auf evolutorische Gesetzmäßigkeiten, wie sie von Charles Darwin formuliert wurden. Nach dem Ersten Weltkrieg schien der Institutionalismus zeitweise der neue wirtschaftswissenschaftliche Mainstream zu werden, doch die Weltwirtschaftskrise von 1929 und der Bedarf an einfachen Modellen verhinderten dies. Heute wird der Institutionalismus oft als ökonomisches Kuriosum betrachtet, doch die Tradition von Veblen, Commons und Mitchell ist aktueller denn je. Ihre Erklärungen für zyklische Wirtschaftbewegungen bieten Einsichten in die Spekulationskrise von 2008 und antizipieren Risiken globaler Lieferketten sowie die derzeitige Inflati

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Die Herausbildung des Institutionalismus, Walther Kozik

Sprache
Erscheinungsdatum
2023
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Titel
Die Herausbildung des Institutionalismus
Untertitel
Über die Grundlegungen bei Thorstein Bunde Veblen, John Roger Commons und Wesley Clair Mitchell
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Walther Kozik
Erscheinungsdatum
2023
ISBN10
3731615223
ISBN13
9783731615224
Reihe
Beschreibung
Thorstein Bunde Veblen, John Roger Commons und Wesley Clair Mitchell gelten als Begründer des Institutionalismus, einem theoretischen Ansatz, der in den frühen 20. Jahrhunderts entstand. Dieser Ansatz integrierte Erkenntnisse aus Psychologie, Soziologie und Philosophie, um ein realistisches Menschenbild für das Theoretisieren zu schaffen. In Anlehnung an die Historische Schule der Nationalökonomie erkannten sie, dass der Mensch nur in Vergesellschaftung gedacht werden kann und Teil eines historischen Kontinuums ist. Zentral für ihr Denken war die Wechselwirkung zwischen Individuum und Gesellschaft, die durch Institutionen vermittelt wird. Veblen bezeichnete diese als „habits of thought common to the generality of men“, die Menschen für bestimmte sozio-ökonomische Umfelder sozialisieren. Sie stützten sich auf evolutorische Gesetzmäßigkeiten, wie sie von Charles Darwin formuliert wurden. Nach dem Ersten Weltkrieg schien der Institutionalismus zeitweise der neue wirtschaftswissenschaftliche Mainstream zu werden, doch die Weltwirtschaftskrise von 1929 und der Bedarf an einfachen Modellen verhinderten dies. Heute wird der Institutionalismus oft als ökonomisches Kuriosum betrachtet, doch die Tradition von Veblen, Commons und Mitchell ist aktueller denn je. Ihre Erklärungen für zyklische Wirtschaftbewegungen bieten Einsichten in die Spekulationskrise von 2008 und antizipieren Risiken globaler Lieferketten sowie die derzeitige Inflati