Frau Seidenmann ist zu Beginn der Geschichte Mitte 30 Jahre alt und verwitwet. Ihr Ehemann war ein geschätzter Mediziner. Irma Seidenmann arbeitet intensiv daran, dass wissenschaftliche Erbe ihres Mannes zu archivieren und aufzuarbeiten. Darüber vergisst sie beinahe, dass sie jüdischer Abstammung ist. Als sie die Gefahr erkennt, taucht sie unter einer neuen Identität als Witwe eines verstorbenen polnischen Offiziers Gostomska unter. Ihr Vorteil ist ihr Aussehen. Sie ist blond und blauäugig. Und obgleich ihre Papiere hervorragend sind, wird sie von einem jüdischen Polizeispitzel verraten. Sie wird den Nazis überstellt und bereitet sich auf ihr Ende vor. Unter äußerst glücklichen Umständen wird sie befreit. Hierfür bedarf es des Einsatzes mehrere Personen, die sich in höchste Lebensgefahr bringen. Nach dem Krieg verlässt sie Warschau und lebt in Paris. Der Verfasser zeichnet die Portraits der Akteure gekonnt. Er hat dabei einen sehr eigenen Erzählstil, der unterhaltend und leicht lesbar ist. Allerdings verlangt er seinem Leser allerhand ab. Der Lohn ist der Einblick in unterschiedliche Persönlichkeiten, um deren Gedanken und Lebenswege nachzuvollziehen und dies in fordernden, ungewöhnlichen und lebensbedrohlichen Zeiten. Ich stelle mir vor, dass Szczypiorski ein typischer Vertreter polnischer Literatur ist.
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Ein ergreifender, politisch engagierter Roman vom Leben und Sterben in Warschau zur Zeit der deutschen Besetzung und von der Flucht der schönen Jüdin Irma Seidenman vor der Gestapo
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Die schöne Frau Seidenman, Andrzej Szczypiorski
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1988
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- (Hardcover),
- Buchzustand
- Gebraucht - Gut
- Preis
- 2,49 €inkl. MwSt.
















