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Romantische Thermodynamik

Dichtung, Natur und die Verwandlung der Kräfte 1770-1830

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  • 424 Seiten
  • 15 Lesestunden

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Die Kraft der Dichtung, seit Platon ein Topos, wird in der Literatur zwischen 1770 und 1830 in radikaler Weise neu gedeutet. Statt nach göttlicher oder unbewusster Inspiration, überwältigender Wirkung oder seelenmechanischer Bewegung wird nun nach den Verwandlungsmöglichkeiten der Dichtung gefragt. Diese Neukonfigurationen poetischer Kraft diskutiert die Autorin im Kontext des frühen thermodynamischen Denkens, dem sich die Welt nicht als Mechanismus, sondern als selbstorganisierter Metabolismus zeigt. In Bildern der Natur wie auch in maschinenähnlichen Anordnungen, in denen verbrannt und verbraucht, geatmet und gegessen wird, entwickeln Goethe und Novalis Modelle einer Formdynamik, die sich mit Herder und W. v. Humboldt als energeia , mithin als fortgesetzte Gestaltung und Umgestaltung verstehen lässt. Schreibt die Geschichte der Kraft in Naturphilosophie und Dichtungstheorie des 17. und 18. Jahrhunderts neu Greift aktuelle Impulse der energy studies auf Goethe und Novalis als Beobachter des Einstiegs in fossile Verbrennungskulturen

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Romantische Thermodynamik, Cornelia Zumbusch

Sprache
Erscheinungsdatum
2023
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(Hardcover)
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Titel
Romantische Thermodynamik
Untertitel
Dichtung, Natur und die Verwandlung der Kräfte 1770-1830
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2023
Einband
Hardcover
Seitenzahl
424
ISBN10
3111252973
ISBN13
9783111252971
Reihe
Beschreibung
Die Kraft der Dichtung, seit Platon ein Topos, wird in der Literatur zwischen 1770 und 1830 in radikaler Weise neu gedeutet. Statt nach göttlicher oder unbewusster Inspiration, überwältigender Wirkung oder seelenmechanischer Bewegung wird nun nach den Verwandlungsmöglichkeiten der Dichtung gefragt. Diese Neukonfigurationen poetischer Kraft diskutiert die Autorin im Kontext des frühen thermodynamischen Denkens, dem sich die Welt nicht als Mechanismus, sondern als selbstorganisierter Metabolismus zeigt. In Bildern der Natur wie auch in maschinenähnlichen Anordnungen, in denen verbrannt und verbraucht, geatmet und gegessen wird, entwickeln Goethe und Novalis Modelle einer Formdynamik, die sich mit Herder und W. v. Humboldt als energeia , mithin als fortgesetzte Gestaltung und Umgestaltung verstehen lässt. Schreibt die Geschichte der Kraft in Naturphilosophie und Dichtungstheorie des 17. und 18. Jahrhunderts neu Greift aktuelle Impulse der energy studies auf Goethe und Novalis als Beobachter des Einstiegs in fossile Verbrennungskulturen