Gratis Versand ab 16,99 €. Mehr Infos.
Bookbot

Der iranische Marxismus

Kritik der schwarz-roten Konterrevolution

Autor*innen

Buchbewertung

Mehr zum Buch

Die Studie untersucht das Versagen der kommunistischen Tudeh-Partei während der iranischen Revolution und ihre Unterstützung für Ayatollah Khomeini. Farshid Feridony analysiert die kulturgeschichtlichen Gründe für den Übertritt einer Partei, die sich der kritisch-revolutionären Theorie von Marx verpflichtet fühlte, zur islamistischen Konterrevolution. Dabei beleuchtet er die theoretischen Einflüsse, die den iranischen Marxismus prägten, und spannt einen Bogen von der Entwicklung des historisch-dialektischen Materialismus bis hin zu dessen Umdeutung durch Engels nach Marx’ Tod. Feridony zeigt, wie Engels die Bewegung der Materie im Hegelschen System über die Bewegung der Idee stellte, was zu einer apologetischen Rückbesinnung auf den bürgerlich-anschaulichen Materialismus führte. Während Marx das Proletariat als Subjekt der Geschichte betont, verfällt Engels in einen positivistischen Geschichtsdeterminismus. Feridony erläutert, wie die Tudeh-Partei unter dem Einfluss sowjetrussischer Ideologie den theoretischen Weg einschlug, der in die schwarz-rote Konterrevolution mündete. Er kritisiert, wie die Theoretiker der Tudeh-Partei ihren ideologischen Graben zum islamistischen Sozialdarwinismus nivellierten, um die politische Praxis der „Imam-Khomeini-Linie“ zu unterstützen. Dies führte zur Dezimierung des linken politischen Spektrums im Iran, wobei auch die Tudeh-Partei Opfer des islamistischen Terrors wurde.

Buchkauf

Der iranische Marxismus, Farshid Feridony

Sprache
Erscheinungsdatum
2023
Wir benachrichtigen dich per E-Mail.

Lieferung

  • Gratis Versand ab 16,99 € in ganz Deutschland! Mehr Infos.

Zahlungsmethoden

5,0
Ausgezeichnet
1 Bewertung

Hier könnte deine Bewertung stehen.

Titel
Der iranische Marxismus
Untertitel
Kritik der schwarz-roten Konterrevolution
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Farshid Feridony
Erscheinungsdatum
2023
ISBN10
3865694012
ISBN13
9783865694010
Reihe
Bewertung
5 von 5 Sternen
Beschreibung
Die Studie untersucht das Versagen der kommunistischen Tudeh-Partei während der iranischen Revolution und ihre Unterstützung für Ayatollah Khomeini. Farshid Feridony analysiert die kulturgeschichtlichen Gründe für den Übertritt einer Partei, die sich der kritisch-revolutionären Theorie von Marx verpflichtet fühlte, zur islamistischen Konterrevolution. Dabei beleuchtet er die theoretischen Einflüsse, die den iranischen Marxismus prägten, und spannt einen Bogen von der Entwicklung des historisch-dialektischen Materialismus bis hin zu dessen Umdeutung durch Engels nach Marx’ Tod. Feridony zeigt, wie Engels die Bewegung der Materie im Hegelschen System über die Bewegung der Idee stellte, was zu einer apologetischen Rückbesinnung auf den bürgerlich-anschaulichen Materialismus führte. Während Marx das Proletariat als Subjekt der Geschichte betont, verfällt Engels in einen positivistischen Geschichtsdeterminismus. Feridony erläutert, wie die Tudeh-Partei unter dem Einfluss sowjetrussischer Ideologie den theoretischen Weg einschlug, der in die schwarz-rote Konterrevolution mündete. Er kritisiert, wie die Theoretiker der Tudeh-Partei ihren ideologischen Graben zum islamistischen Sozialdarwinismus nivellierten, um die politische Praxis der „Imam-Khomeini-Linie“ zu unterstützen. Dies führte zur Dezimierung des linken politischen Spektrums im Iran, wobei auch die Tudeh-Partei Opfer des islamistischen Terrors wurde.