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Vom Reich zur Bundesstaatsidee

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  • 335 Seiten
  • 12 Lesestunden

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Fragen des Föderalismus sind aktuell von großer Bedeutung, jedoch fehlt eine zusammenfassende Darstellung der Geschichte des deutschen Föderalismus. Diese Arbeit widmet sich diesem Thema und beleuchtet die Entwicklung des Verfassungsrechts im Spannungsfeld zwischen politischen Ideen und realen Entwicklungen. Der Föderalismus spielt eine zentrale Rolle in den Verfassungen der deutschen Staaten, da er sowohl ein typisches Element der deutschen Staatsgeschichte darstellt als auch stark von den Interessen der europäischen Nachbarstaaten beeinflusst wird. Er fungiert als Schnittpunkt verschiedener Faktoren und zeigt die zeitgeschichtliche Wechselwirkung dieser Kräfte auf. Besonders die Zeit um 1800 ist entscheidend, da sich das Verständnis von Föderalismus wandelt: Anstelle von Reichsfürsten und ständischer Freiheit treten Konzepte wie Souveränität, Kompetenzen und Gewaltenteilung. Im Laufe der Zeit kommen liberal-demokratische und nationalstaatliche Elemente hinzu, die den modernen staatsrechtlichen Föderalismusbegriff in Deutschland prägen. Gleichzeitig bleibt eine deutliche politische Kontinuität zwischen dem Reich, dem Fürstenbund, dem Rheinbund und dem Deutschen Bund bestehen. Das deutsche föderale System stellt einen Kompromiss zwischen innerdeutschen und europäischen Ansprüchen an die Staatsordnung dar.

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Vom Reich zur Bundesstaatsidee, Bernd Grzeszick

Sprache
Erscheinungsdatum
1996
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(Paperback)
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Titel
Vom Reich zur Bundesstaatsidee
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Bernd Grzeszick
Erscheinungsdatum
1996
Einband
Paperback
Seitenzahl
335
ISBN10
3428086317
ISBN13
9783428086313
Reihe
Beschreibung
Fragen des Föderalismus sind aktuell von großer Bedeutung, jedoch fehlt eine zusammenfassende Darstellung der Geschichte des deutschen Föderalismus. Diese Arbeit widmet sich diesem Thema und beleuchtet die Entwicklung des Verfassungsrechts im Spannungsfeld zwischen politischen Ideen und realen Entwicklungen. Der Föderalismus spielt eine zentrale Rolle in den Verfassungen der deutschen Staaten, da er sowohl ein typisches Element der deutschen Staatsgeschichte darstellt als auch stark von den Interessen der europäischen Nachbarstaaten beeinflusst wird. Er fungiert als Schnittpunkt verschiedener Faktoren und zeigt die zeitgeschichtliche Wechselwirkung dieser Kräfte auf. Besonders die Zeit um 1800 ist entscheidend, da sich das Verständnis von Föderalismus wandelt: Anstelle von Reichsfürsten und ständischer Freiheit treten Konzepte wie Souveränität, Kompetenzen und Gewaltenteilung. Im Laufe der Zeit kommen liberal-demokratische und nationalstaatliche Elemente hinzu, die den modernen staatsrechtlichen Föderalismusbegriff in Deutschland prägen. Gleichzeitig bleibt eine deutliche politische Kontinuität zwischen dem Reich, dem Fürstenbund, dem Rheinbund und dem Deutschen Bund bestehen. Das deutsche föderale System stellt einen Kompromiss zwischen innerdeutschen und europäischen Ansprüchen an die Staatsordnung dar.