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Mein Leben ist eine Waffe

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Die Grundregel menschlicher Existenz, so lange wie möglich zu leben, wird durch Selbstmordattentäter außer Kraft gesetzt, was die Machtstrukturen ins Herz trifft. Laut dem Islamexperten Christoph Reuter gibt es gegen diese Attentäter keinen Schutz. Ihre Zerstörungskraft ist in einem komplexen Zusammenspiel von politischer Realität, Wahn und Mythen verankert. Reuter widerspricht der simplen Erklärung, die Attentäter als psychopathische Einzelfälle darstellt. Durch seine langjährige Erfahrung in islamischen Ländern und zahlreiche Begegnungen mit den Umfeldern von Selbstmordattentätern analysiert er die kulturellen Hintergründe und das Psychogramm eines Phänomens, das seit der islamischen Revolution im Iran vor 20 Jahren entstanden ist. Diese Idee verbreitete sich wie ein Virus von der Hisbollah über die Hamas bis nach Tschetschenien und Sri Lanka. Reuter verfolgt Lebenswege, die auch gebildete Menschen in den verzweifelten Glückszustand eines Selbstmordanschlags führen. Am Beispiel der palästinensischen Gesellschaft wird deutlich, dass es keiner Gehirnwäsche bedarf, sondern einer extremen menschlichen und politischen Situation. Verändert sich die politische Lage, verschwinden auch die Attentäter, da die „Märtyrer-Maschine“ flüchtig ist. Letztlich lässt sich das Grundbedürfnis nach Leben, Nähe und Liebe nicht leugnen.

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Mein Leben ist eine Waffe, Christoph Reuter

Sprache
Erscheinungsdatum
2002
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(Hardcover)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Christoph Reuter
Erscheinungsdatum
2002
Einband
Hardcover
Seitenzahl
448
ISBN10
3570006468
ISBN13
9783570006467
Reihe
Originaltitel
Mein Leben ist eine Waffe
Bewertung
3 von 5 Sternen
Beschreibung
Die Grundregel menschlicher Existenz, so lange wie möglich zu leben, wird durch Selbstmordattentäter außer Kraft gesetzt, was die Machtstrukturen ins Herz trifft. Laut dem Islamexperten Christoph Reuter gibt es gegen diese Attentäter keinen Schutz. Ihre Zerstörungskraft ist in einem komplexen Zusammenspiel von politischer Realität, Wahn und Mythen verankert. Reuter widerspricht der simplen Erklärung, die Attentäter als psychopathische Einzelfälle darstellt. Durch seine langjährige Erfahrung in islamischen Ländern und zahlreiche Begegnungen mit den Umfeldern von Selbstmordattentätern analysiert er die kulturellen Hintergründe und das Psychogramm eines Phänomens, das seit der islamischen Revolution im Iran vor 20 Jahren entstanden ist. Diese Idee verbreitete sich wie ein Virus von der Hisbollah über die Hamas bis nach Tschetschenien und Sri Lanka. Reuter verfolgt Lebenswege, die auch gebildete Menschen in den verzweifelten Glückszustand eines Selbstmordanschlags führen. Am Beispiel der palästinensischen Gesellschaft wird deutlich, dass es keiner Gehirnwäsche bedarf, sondern einer extremen menschlichen und politischen Situation. Verändert sich die politische Lage, verschwinden auch die Attentäter, da die „Märtyrer-Maschine“ flüchtig ist. Letztlich lässt sich das Grundbedürfnis nach Leben, Nähe und Liebe nicht leugnen.