Der Roman basiert auf Buchheims eigenen Erfahrungen als Kriegsberichterstatter und fühlt sich genau deshalb so unerbittlich authentisch an. Man ist mit an Bord: im stickigen Stahlzylinder, umgeben von Dieselgestank, Schweiß, Angst und permanenter Anspannung. Die Enge ist nicht nur räumlich, sie frisst sich in die Köpfe der Männer. Jede Wasserbombe, jedes Geräusch kann das Ende bedeuten. Diese klaustrophobische Dauerbelastung ist die größte Stärke des Buches. Buchheim schreibt detailliert, manchmal exzessiv. Technische Abläufe, Befehle, Routinen: das kann fordernd sein, wirkt aber nie sinnlos. Gerade diese Wiederholungen machen klar, wie monoton und gleichzeitig lebensgefährlich der Alltag auf See war. Figuren werden nicht heroisiert, sondern als müde, überforderte, oft zynische Menschen gezeigt. Sympathisch sind sie nicht immer, glaubwürdig fast durchgehend. Leicht zu lesen ist Das Boot nicht. Der Roman verlangt Konzentration und Durchhaltevermögen. Doch wer sich darauf einlässt, bekommt keinen Abenteuerroman, sondern eine schonungslose Anti-Kriegs-Erzählung, die lange nachwirkt. Das Boot ist ein Klassiker, weil es ehrlich ist. Es zeigt Krieg nicht als Bühne für Helden, sondern als Maschine, die Menschen langsam zerreibt.
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Jedes Wort dieses Buches ist wahr. Lothar-Günther Buchheim war im Zweiten Weltkrieg Marinekriegsberichterstatter. Als ein Mann, der sich zur Zeugenschaft aufgerufen fühlt, weil er extreme Situationen erlebte und überlebte, geht es ihm um die genaue Wiedergabe der Ereignisse, um die Beschwörung der Wochen und Monate quälender Gefangenschaft in der Enge des Bootes, um die Stunden der Angst und die dramatischen Augenblicke des Kampfes.
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Das Boot, Lothar-Günther Buchheim
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- Erscheinungsdatum
- 1997
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- (Hardcover),
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