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Mitte September 1929 verdiente Herr Alfons Kobler aus der Schellingstraße sechshundert Reichsmark, eine Summe, die viele sich nicht vorstellen können. Auch Herr Kobler hatte zuvor nie so viel Geld auf einmal verdient, doch diesmal schien das Glück auf seiner Seite. An der Ecke der Schellingstraße kaufte er bei der alten Frau Stanzinger eine Schachtel Achtpfennigzigaretten aus Mazedonien, die er sehr liebte wegen ihres milden Aromas. Die überraschte Frau Stanzinger, die seit dem Tod ihrer Schwester einsam war, fragte ihn, woher er das Geld habe. Herr Kobler antwortete, dass er endlich den Karren verkauft habe. Dieser alte Sechszylinder-Kabriolett, der schon viele Kilometer und Pannen hinter sich hatte, fand überraschend einen Käufer: einen begeisterten Käsehändler aus Rosenheim namens Portschinger. Dieser hatte bereits Mitte August dreihundert Reichsmark angezahlt und versprochen, den alten Wagen spätestens Mitte September abzuholen und die restlichen sechshundert Reichsmark bar zu zahlen. Kobler war über diesen unerwarteten Verkauf und den damit verbundenen Geldsegen sehr erfreut.
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Der ewige Spie ßer, Ödön von Horváth
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- 2023
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- (Paperback)
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