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Kains Aufzeichnungen

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Die Mutter hat ihren Sohn verloren und weint nicht mehr, während der jüngere Bruder, Martin Berger, sich schuldig fühlt am Tod seines Bruders Reinhard. Er spricht nicht über seine Schuld, aus Angst, die Bestätigung zu erhalten, dass er tatsächlich schuldig ist. Indem er niemanden fragt, hält er sich die Möglichkeit offen, vielleicht unschuldig zu sein. Martin identifiziert sich mit Kain, dem Brudermörder, und nennt seinen Text „Kains Aufzeichnungen“. Er ringt mit der Schuld an Reinhards Suizid und reflektiert auch die Schuld am Holocaust. Auf einer Zeitreise in die Vergangenheit verfolgt er die Spuren seiner Eltern im Zweiten Weltkrieg und die Vertreibung seiner Verwandten aus der Tschechoslowakei nach Kriegsende. Vom Deutschen Herbst 1977 bis zur Wiedervereinigung 1989 verstrickt er sich zunehmend in Schuldgefühle und verzweifelt an der Vergangenheit. Erst die Begegnung mit Nadine verändert sein Leben und eröffnet ihm eine Reise in die Gegenwart. Der Roman thematisiert sensible gesellschaftliche Fragen wie Suizid und Schuld, die Entwicklung einer sexuellen Identität sowie die politischen Nachwirkungen der Vergangenheit. Besonders relevant ist die Thematik der Zusammenarbeit zwischen Verfassungsschutz und Neonazis.

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Kains Aufzeichnungen, Michael Rössler

Sprache
Erscheinungsdatum
2023
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Titel
Kains Aufzeichnungen
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2023
ISBN10
3981861167
ISBN13
9783981861167
Reihe
Schlagwörter
Belletristik
Beschreibung
Die Mutter hat ihren Sohn verloren und weint nicht mehr, während der jüngere Bruder, Martin Berger, sich schuldig fühlt am Tod seines Bruders Reinhard. Er spricht nicht über seine Schuld, aus Angst, die Bestätigung zu erhalten, dass er tatsächlich schuldig ist. Indem er niemanden fragt, hält er sich die Möglichkeit offen, vielleicht unschuldig zu sein. Martin identifiziert sich mit Kain, dem Brudermörder, und nennt seinen Text „Kains Aufzeichnungen“. Er ringt mit der Schuld an Reinhards Suizid und reflektiert auch die Schuld am Holocaust. Auf einer Zeitreise in die Vergangenheit verfolgt er die Spuren seiner Eltern im Zweiten Weltkrieg und die Vertreibung seiner Verwandten aus der Tschechoslowakei nach Kriegsende. Vom Deutschen Herbst 1977 bis zur Wiedervereinigung 1989 verstrickt er sich zunehmend in Schuldgefühle und verzweifelt an der Vergangenheit. Erst die Begegnung mit Nadine verändert sein Leben und eröffnet ihm eine Reise in die Gegenwart. Der Roman thematisiert sensible gesellschaftliche Fragen wie Suizid und Schuld, die Entwicklung einer sexuellen Identität sowie die politischen Nachwirkungen der Vergangenheit. Besonders relevant ist die Thematik der Zusammenarbeit zwischen Verfassungsschutz und Neonazis.