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Pflaumenblüten in der Nacht

Erzählungen

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  • 204 Seiten
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MASUJI IBUSE (geb.1898) ist einer der letzten großen alten Männer der japanischen Literatur. Er wird hier mit einer Auswahl von zwölf, zwischen 1923 und 1976 entstandenen Erzählungen vorgestellt. Aus dem Jahr 1930 stammt "Pflaumenblüten in der Nacht. "He, du! Ist mein Gesicht nicht blutverschmiert" ruft im Ushigome-Benten-Viertel mitten in der Nacht ein Betrunkener, unversehens aus dem Schatten eines Telegrafenmastes hervortorkelnd, einen Passanten an. Er ertritt dem ohnehin schon von Hunger und Mißmut Geplagten den Weg und nötigt ihm, der sich seiner ergeblich zu erwehren versucht, einen Fünfyenschein auf. Die Zweige eines weißblühenden Pflaumenbaumes überragen diese Szene, sie werden zum Symbol für das Gefühl, unverschuldet Schuld auf sich geladen zu haben und grundlos von aller Welt bedroht zu sein. Endlich fasst sich der Mann ein Herz und trinkt sich von dem ihm aufgedrängten Geld einen Rausch an, der ihn von seinen Gewissensbissen und seinem Wahnbild befreit. Es ist eine heilsame Ironie, mit der Ibuse ganz ungewohnte Lebenssphären seiner fernöstlichen Heimat vorführt.

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Pflaumenblüten in der Nacht, Masuji Ibuse, Jürgen Berndt

Sprache
Erscheinungsdatum
1985
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(Paperback),
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Titel
Pflaumenblüten in der Nacht
Untertitel
Erzählungen
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
1985
Einband
Paperback
Seitenzahl
204
ISBN10
3890363032
ISBN13
9783890363035
Reihe
Bewertung
3 von 5 Sternen
Beschreibung
MASUJI IBUSE (geb.1898) ist einer der letzten großen alten Männer der japanischen Literatur. Er wird hier mit einer Auswahl von zwölf, zwischen 1923 und 1976 entstandenen Erzählungen vorgestellt. Aus dem Jahr 1930 stammt "Pflaumenblüten in der Nacht. "He, du! Ist mein Gesicht nicht blutverschmiert" ruft im Ushigome-Benten-Viertel mitten in der Nacht ein Betrunkener, unversehens aus dem Schatten eines Telegrafenmastes hervortorkelnd, einen Passanten an. Er ertritt dem ohnehin schon von Hunger und Mißmut Geplagten den Weg und nötigt ihm, der sich seiner ergeblich zu erwehren versucht, einen Fünfyenschein auf. Die Zweige eines weißblühenden Pflaumenbaumes überragen diese Szene, sie werden zum Symbol für das Gefühl, unverschuldet Schuld auf sich geladen zu haben und grundlos von aller Welt bedroht zu sein. Endlich fasst sich der Mann ein Herz und trinkt sich von dem ihm aufgedrängten Geld einen Rausch an, der ihn von seinen Gewissensbissen und seinem Wahnbild befreit. Es ist eine heilsame Ironie, mit der Ibuse ganz ungewohnte Lebenssphären seiner fernöstlichen Heimat vorführt.