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Spurensuche. Bildung, Politik, demokratie

Autor*innen

  • Autorenkollektiv

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  • 186 Seiten
  • 7 Lesestunden

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Die Beschäftigung mit Geschichte erzeugt manchmal – quasi als Nebenprodukt – ungewollt seltsame Zusammenhänge und Nachbarschaften, die vielleicht etwas vordergründig scheinen, aber dennoch nicht eines gewissen Reizes entbehren und manchmal sogar neue Perspektiven eröffnen und zu neuen Themenstellungen führen. Dass Bildung und Wissen allgemein lehrbar sind – freilich gegen Geld – wurde von den Sophisten ebenso historisch erstmals vorgelebt wie die Möglichkeit, innerhalb einer demokratisch organisierten Polis herkömmlichen Streit in friedvoller Art zu kultivieren. Wie der Philosoph Rüdiger Bubner jüngst hervorstrich, bedeutete die von den Sophisten entwickelte diskursive Streitkultur (Eristik) als „sprachlich basierte und rhetorisch gehegte Interaktionsform“ das genaue Gegenteil des „Aufeinanderschlagens der Schwerter“, des „Ziehens des Gewehrhahns“ oder des „Abwerfens der Bombe“. Dass eine verstärkte Auseinandersetzung mit Politischer Bildung angesichts der seit 2. Mai 2007 beschlossenen Wahlrechstreform, wodurch das aktive Wahlrecht auf 16 Jahre und das passive auf 18 Jahre herabgesetzt wurde, nicht nur generell notwendig ist, sondern auch für die Erwachsenenbildung eine besondere Herausforderung darstellt, scheint evident. Vielleicht gibt die vorliegende Ausgabe der Spurensuche einige Anstöße dazu.

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Spurensuche. Bildung, Politik, demokratie, Autorenkollektiv

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Erscheinungsdatum
2010
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Titel
Spurensuche. Bildung, Politik, demokratie
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Autorenkollektiv
Erscheinungsdatum
2010
Seitenzahl
186
ISBN10
3902167114
ISBN13
9783902167118
Reihe
Beschreibung
Die Beschäftigung mit Geschichte erzeugt manchmal – quasi als Nebenprodukt – ungewollt seltsame Zusammenhänge und Nachbarschaften, die vielleicht etwas vordergründig scheinen, aber dennoch nicht eines gewissen Reizes entbehren und manchmal sogar neue Perspektiven eröffnen und zu neuen Themenstellungen führen. Dass Bildung und Wissen allgemein lehrbar sind – freilich gegen Geld – wurde von den Sophisten ebenso historisch erstmals vorgelebt wie die Möglichkeit, innerhalb einer demokratisch organisierten Polis herkömmlichen Streit in friedvoller Art zu kultivieren. Wie der Philosoph Rüdiger Bubner jüngst hervorstrich, bedeutete die von den Sophisten entwickelte diskursive Streitkultur (Eristik) als „sprachlich basierte und rhetorisch gehegte Interaktionsform“ das genaue Gegenteil des „Aufeinanderschlagens der Schwerter“, des „Ziehens des Gewehrhahns“ oder des „Abwerfens der Bombe“. Dass eine verstärkte Auseinandersetzung mit Politischer Bildung angesichts der seit 2. Mai 2007 beschlossenen Wahlrechstreform, wodurch das aktive Wahlrecht auf 16 Jahre und das passive auf 18 Jahre herabgesetzt wurde, nicht nur generell notwendig ist, sondern auch für die Erwachsenenbildung eine besondere Herausforderung darstellt, scheint evident. Vielleicht gibt die vorliegende Ausgabe der Spurensuche einige Anstöße dazu.