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Noch beliebter zu seiner Zeit als Don Quijote, überraschen, fordern und erfreuen Cervantes' exemplarische Novellen (1613). Sie reichen von picaresken bis zu satirischen Erzählungen und widersprechen den Konventionen der heldenhaften Ritterliteratur durch eine Kombination aus komischer Ironie, moralischer Ambivalenz, Realismus und purer Heiterkeit. Mit scharfem erzählerischen Geschick und geschickter Charakterisierung, die auf umgangssprachlicher Sprache und Farce basieren, schafft Cervantes eine Spannung zwischen dem Alltäglichen und dem Literarischen, dem Plausiblen und dem Unwahrscheinlichen. Während er uns ermutigt, unsere eigenen moralischen Schlussfolgerungen zu ziehen, überzeugt er uns auch, das Zufällige zu akzeptieren; zwei Jungen leben ihr Leben im Verbrechen zur Zeit des öffentlichen Gebets; ein junger Adliger durchläuft auf Geheiß nicht einer Prinzessin, sondern eines einfachen Zigeunermädchens eine Identitätsänderung, und, am fantastischen Ende, philosophieren sprechende Hunde in einer Abteilung voller Syphilitiker. Indem er das Außergewöhnliche in den Kontext des Gewöhnlichen stellt, erschließen die exemplarischen Novellen neues romanhafteres Terrain und zeigen Cervantes in seiner einfallsreichsten und innovativsten Form.
Publikation
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Exemplarische Novellen. Die Mühen und Leiden des Persiles und der Sigismunda, Miguel de Cervantes
- Sprache
- Erscheinungsdatum
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- Titel
- Exemplarische Novellen. Die Mühen und Leiden des Persiles und der Sigismunda
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Miguel de Cervantes
- Verlag
- Zweitausendeins
- ISBN10
- 3861501880
- ISBN13
- 9783861501886
- Reihe
- Schlagwörter
- Belletristik, Weltliteratur
- Beschreibung
- Noch beliebter zu seiner Zeit als Don Quijote, überraschen, fordern und erfreuen Cervantes' exemplarische Novellen (1613). Sie reichen von picaresken bis zu satirischen Erzählungen und widersprechen den Konventionen der heldenhaften Ritterliteratur durch eine Kombination aus komischer Ironie, moralischer Ambivalenz, Realismus und purer Heiterkeit. Mit scharfem erzählerischen Geschick und geschickter Charakterisierung, die auf umgangssprachlicher Sprache und Farce basieren, schafft Cervantes eine Spannung zwischen dem Alltäglichen und dem Literarischen, dem Plausiblen und dem Unwahrscheinlichen. Während er uns ermutigt, unsere eigenen moralischen Schlussfolgerungen zu ziehen, überzeugt er uns auch, das Zufällige zu akzeptieren; zwei Jungen leben ihr Leben im Verbrechen zur Zeit des öffentlichen Gebets; ein junger Adliger durchläuft auf Geheiß nicht einer Prinzessin, sondern eines einfachen Zigeunermädchens eine Identitätsänderung, und, am fantastischen Ende, philosophieren sprechende Hunde in einer Abteilung voller Syphilitiker. Indem er das Außergewöhnliche in den Kontext des Gewöhnlichen stellt, erschließen die exemplarischen Novellen neues romanhafteres Terrain und zeigen Cervantes in seiner einfallsreichsten und innovativsten Form.


