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Sedna oder die Liebe zum Leben

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»Sedna ist eine Göttin der Eskimos, die auf dem Meeresboden haust und Herrin all jener Tiere ist, von deren Jagd die Eskimos leben. Bleiben diese Tiere aus, so stimmt der Schamane einen magischen Gesang an, während dem die Männer und Frauen kollektiv den Beischlaf vollziehen, um Sedna zu erfreuen und zur Herausgabe der Tiere zu animieren. Solche Regenerierungsrituale, die den Sinn hatten, den Wechsel der Jahreszeiten und somit die Fruchtbarkeit sicherzustellen, schildert Duerr quer durch alle Völker in der Zeit der Jäger und Sammler. Diese Rituale, meist von derben sexuellen Handlungen begleitet, waren einerseits Mimesis, das heißt Nachahmung der Natur, zugleich aber Eingriff in die Natur, mit dem Ziel, durch sachte Beeinflussung die Wiederkehr des Lebens zu erreichen. Es war nicht ihr Ziel, der Natur etwas aufzuzwingen, zu dem sie nicht von sich aus bereit war – wie wir es heute tun. In den archaischen Ritualen drückt sich eine bestimmte ›ökologische‹ Haltung gegenüber der Natur aus, und dies gerät dem Menschen zum Vorteil.« »Die Zeit«

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Sedna oder die Liebe zum Leben, Hans Peter Duerr

Sprache
Erscheinungsdatum
1990
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(Paperback)
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Titel
Sedna oder die Liebe zum Leben
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Hans Peter Duerr
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
1990
Einband
Paperback
ISBN10
3518382101
ISBN13
9783518382103
Reihe
Erstveröffentlichung
1984
Originaltitel
Sedna oder Die Liebe zum Leben
Bewertung
4,5 von 5 Sternen
Beschreibung
»Sedna ist eine Göttin der Eskimos, die auf dem Meeresboden haust und Herrin all jener Tiere ist, von deren Jagd die Eskimos leben. Bleiben diese Tiere aus, so stimmt der Schamane einen magischen Gesang an, während dem die Männer und Frauen kollektiv den Beischlaf vollziehen, um Sedna zu erfreuen und zur Herausgabe der Tiere zu animieren. Solche Regenerierungsrituale, die den Sinn hatten, den Wechsel der Jahreszeiten und somit die Fruchtbarkeit sicherzustellen, schildert Duerr quer durch alle Völker in der Zeit der Jäger und Sammler. Diese Rituale, meist von derben sexuellen Handlungen begleitet, waren einerseits Mimesis, das heißt Nachahmung der Natur, zugleich aber Eingriff in die Natur, mit dem Ziel, durch sachte Beeinflussung die Wiederkehr des Lebens zu erreichen. Es war nicht ihr Ziel, der Natur etwas aufzuzwingen, zu dem sie nicht von sich aus bereit war – wie wir es heute tun. In den archaischen Ritualen drückt sich eine bestimmte ›ökologische‹ Haltung gegenüber der Natur aus, und dies gerät dem Menschen zum Vorteil.« »Die Zeit«