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eure paläste sind leer (all we ever wanted)

eine missa in cantu

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  • 179 Seiten
  • 7 Lesestunden

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Die Statuen gestürzt, die Kolonien aufgelöst, die Bediensteten entflohen, im Ballsaal Hermeline, Wurzeln durchschlagen das Treppenhaus, die Paläste verfallen, der Kapitalismus raucht noch eine, blutleer, das Anthropozän hustet irritiert und dazwischen flüstert noch irgendjemand: aber ich habe dich doch geliebt. Thomas Köck bewegt sich in unterschiedlichen Szenarien und Zeitebenen, die sich über eine exzessive Suche nach Liebe und Macht, Erlösung und Transzendenz miteinander verbinden: Im brasilianischen Dschungel um 1550 sind Konquistadoren im Namen Gottes und der Krone unterwegs, unterwerfen rücksichtslos Menschen und Natur, auf der Suche nach Eldorado. Im Amerika unserer Tage grassiert eine Opioid-Krise, die Menschen faden einfach aus, am Fließband, in ihrem Auto, in ihren Villen, die Venen und Münder offen, die Konzerne auf Kursgewinn. Und dazwischen immer wieder geflüstert die Einsicht: alles haben wir gewusst, nichts haben wir gemacht. Ohnmächtige Seher:innen durchschreiten die Höllenkreise in dieser missa in cantu, ein mächtiger, melancholischer Gesang, in den immer mehr Stimmen und Erinnerungen einfallen.

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eure paläste sind leer (all we ever wanted), Thomas Köck

Sprache
Erscheinungsdatum
2022
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(Paperback)
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Titel
eure paläste sind leer (all we ever wanted)
Untertitel
eine missa in cantu
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Thomas Köck
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
2022
Einband
Paperback
Seitenzahl
179
ISBN10
3518430963
ISBN13
9783518430965
Reihe
Schlagwörter
Belletristik, Poesie
Beschreibung
Die Statuen gestürzt, die Kolonien aufgelöst, die Bediensteten entflohen, im Ballsaal Hermeline, Wurzeln durchschlagen das Treppenhaus, die Paläste verfallen, der Kapitalismus raucht noch eine, blutleer, das Anthropozän hustet irritiert und dazwischen flüstert noch irgendjemand: aber ich habe dich doch geliebt. Thomas Köck bewegt sich in unterschiedlichen Szenarien und Zeitebenen, die sich über eine exzessive Suche nach Liebe und Macht, Erlösung und Transzendenz miteinander verbinden: Im brasilianischen Dschungel um 1550 sind Konquistadoren im Namen Gottes und der Krone unterwegs, unterwerfen rücksichtslos Menschen und Natur, auf der Suche nach Eldorado. Im Amerika unserer Tage grassiert eine Opioid-Krise, die Menschen faden einfach aus, am Fließband, in ihrem Auto, in ihren Villen, die Venen und Münder offen, die Konzerne auf Kursgewinn. Und dazwischen immer wieder geflüstert die Einsicht: alles haben wir gewusst, nichts haben wir gemacht. Ohnmächtige Seher:innen durchschreiten die Höllenkreise in dieser missa in cantu, ein mächtiger, melancholischer Gesang, in den immer mehr Stimmen und Erinnerungen einfallen.