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Inkommensurabilität von Begriffsschemata

Zur Plausibilisierung der Idee einer Verstehensgrenze

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Die Annahme von Verstehens- und Verständigungsgrenzen zwischen Individuen oder Gruppen, oft als 'Leben in verschiedenen Welten' beschrieben, findet sich in verschiedenen Diskursen. Diese These zur Inkommensurabilität von Begriffssystemen und zur Unübersetzbarkeit von Sprachen wird von Donald Davidson zurückgewiesen. In dieser interdisziplinären Arbeit wird Davidsons Argumentation gegen Kritiken verteidigt, die sich auf das Spätwerk Ludwig Wittgensteins stützen. Die zentrale These besagt, dass die Frage nach Verstehensgrenzen ohne systematischen Bezug zur menschlichen Kommunikation nicht beantwortet werden kann. Sprechen und Interpretieren sind kommunikativ organisierte Prozesse, die nur unter Berücksichtigung der Erfolgsbedingungen von Kommunikationshandlungen ausreichend verstanden werden können. Die Zusammenführung philosophischer und kommunikationstheoretischer Argumente zeigt, dass die Idee von prinzipiellen Verstehensgrenzen einer verbreiteten, jedoch fehlerhaften Sprachauffassung entstammt. Davidsons interpretationsbasierter Ansatz bildet die Grundlage für eine konstruktive Diskussion über Bedeutung, Verstehen und Verständigung sowie die Rolle der Kommunikation, die zur Entwicklung einer interdisziplinären Philosophie der Kommunikation maßgeblich beitragen könnte.

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Inkommensurabilität von Begriffsschemata, Yuliya Fadeeva

Sprache
Erscheinungsdatum
2020
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(Paperback)
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Titel
Inkommensurabilität von Begriffsschemata
Untertitel
Zur Plausibilisierung der Idee einer Verstehensgrenze
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Yuliya Fadeeva
Erscheinungsdatum
2020
Einband
Paperback
Seitenzahl
400
ISBN10
3958321917
ISBN13
9783958321915
Reihe
Beschreibung
Die Annahme von Verstehens- und Verständigungsgrenzen zwischen Individuen oder Gruppen, oft als 'Leben in verschiedenen Welten' beschrieben, findet sich in verschiedenen Diskursen. Diese These zur Inkommensurabilität von Begriffssystemen und zur Unübersetzbarkeit von Sprachen wird von Donald Davidson zurückgewiesen. In dieser interdisziplinären Arbeit wird Davidsons Argumentation gegen Kritiken verteidigt, die sich auf das Spätwerk Ludwig Wittgensteins stützen. Die zentrale These besagt, dass die Frage nach Verstehensgrenzen ohne systematischen Bezug zur menschlichen Kommunikation nicht beantwortet werden kann. Sprechen und Interpretieren sind kommunikativ organisierte Prozesse, die nur unter Berücksichtigung der Erfolgsbedingungen von Kommunikationshandlungen ausreichend verstanden werden können. Die Zusammenführung philosophischer und kommunikationstheoretischer Argumente zeigt, dass die Idee von prinzipiellen Verstehensgrenzen einer verbreiteten, jedoch fehlerhaften Sprachauffassung entstammt. Davidsons interpretationsbasierter Ansatz bildet die Grundlage für eine konstruktive Diskussion über Bedeutung, Verstehen und Verständigung sowie die Rolle der Kommunikation, die zur Entwicklung einer interdisziplinären Philosophie der Kommunikation maßgeblich beitragen könnte.