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Vorhangfall und poetische Ekstase

Gian Lorenzo Berninis Cappella Paluzzi-Albertoni

Autor*innen

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  • 136 Seiten
  • 5 Lesestunden

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Die Draperie der Cappella Albertoni (1674/75) wird von der Autorin erstmals als Vorhang - Leitmotiv in Berninis bildhauerischem OEuvre - und vor dem Hintergrund der Gegenreformation und des von Bruno und Galilei 'geöffneten Himmelsdachs' als offene Redefigur gedeutet. Der Vorhang fällt, wie auf der barocken Bühne und in Berninis Komödien, um sich zu öffnen, und wie der 'metaphorische Vorhang' der Dichtungstheorien des 17. Jahrhunderts ist er verknüpft mit dem ereignishaft ausgelösten Affekt der Ekstase. Metaphern deuten das Eindeutige um in Vieldeutigkeit. So wird die mystische zur poetischen Ekstase. Es liegt daher keine biographische Erzählung vor, sondern es handelt sich vielmehr um das Bekenntnis zu einer Kunst, die die schöpferischen Kräfte des Geistes in der ästhetischen Erfahrung befreit anstatt sie an Erkenntnis zu binden.

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Vorhangfall und poetische Ekstase, Gudrun Inboden

Sprache
Erscheinungsdatum
2020
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(Hardcover)
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Titel
Vorhangfall und poetische Ekstase
Untertitel
Gian Lorenzo Berninis Cappella Paluzzi-Albertoni
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Gudrun Inboden
Erscheinungsdatum
2020
Einband
Hardcover
Seitenzahl
136
ISBN10
3422983163
ISBN13
9783422983168
Reihe
Beschreibung
Die Draperie der Cappella Albertoni (1674/75) wird von der Autorin erstmals als Vorhang - Leitmotiv in Berninis bildhauerischem OEuvre - und vor dem Hintergrund der Gegenreformation und des von Bruno und Galilei 'geöffneten Himmelsdachs' als offene Redefigur gedeutet. Der Vorhang fällt, wie auf der barocken Bühne und in Berninis Komödien, um sich zu öffnen, und wie der 'metaphorische Vorhang' der Dichtungstheorien des 17. Jahrhunderts ist er verknüpft mit dem ereignishaft ausgelösten Affekt der Ekstase. Metaphern deuten das Eindeutige um in Vieldeutigkeit. So wird die mystische zur poetischen Ekstase. Es liegt daher keine biographische Erzählung vor, sondern es handelt sich vielmehr um das Bekenntnis zu einer Kunst, die die schöpferischen Kräfte des Geistes in der ästhetischen Erfahrung befreit anstatt sie an Erkenntnis zu binden.