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Die fast immer lacht

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Zum ersten Mal auf einer Bühne: Fünf Minuten Angst. Mit meiner Gitarre hinter der Bühne spüre ich die dröhnenden Bässe und meinen Herzschlag, der wie ein Hämmern durch meinen Körper geht. Ich frage mich, wie ich auf dieser Bühne agieren soll, während ich zittere wie Espenlaub. Was sage ich, wenn ich dort stehe? Ich kann kaum fassen, dass ich mich aus Geldgründen darauf eingelassen habe. Die Vorstellung, ausgebuht zu werden, quält mich. In meinen Gedanken beschimpfe ich mich und laufe nervös auf und ab. Plötzlich höre ich, wie der DJ die Musik runterregelt und ein Trommelwirbel ertönt. Mir wird schlecht, und ich wünsche mir, auf die Toilette zu gehen. Ich warte auf das Zeichen, während ich an die Ankündigung denke: „Heute Abend zu Gast … Kerstin Ott.“ Der Rest fühlt sich an wie ein Film, vielleicht wegen der halben Flasche Wodka, die ich zur Beruhigung getrunken habe. Mit 16 Jahren, verliebt in meine beste Freundin, hatte ich mich für einen Talentwettbewerb beworben. Ich war mir sicher, dass ich glänzen würde, doch die Nervosität raubte mir die Stimme. Mein 5:48 Minuten langes Lied wurde zur Katastrophe, und mein Feuerzeug versagte im entscheidenden Moment. Es war der peinlichste Moment meines Lebens, und ich schwor mir, nie wieder auf eine Bühne zu treten.

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Die fast immer lacht, Kerstin Ott

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Erscheinungsdatum
2018
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(Paperback),
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Gebraucht - Gut
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Titel
Die fast immer lacht
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Kerstin Ott
Erscheinungsdatum
2018
Einband
Paperback
ISBN10
3862657000
ISBN13
9783862657001
Reihe
Bewertung
5 von 5 Sternen
Beschreibung
Zum ersten Mal auf einer Bühne: Fünf Minuten Angst. Mit meiner Gitarre hinter der Bühne spüre ich die dröhnenden Bässe und meinen Herzschlag, der wie ein Hämmern durch meinen Körper geht. Ich frage mich, wie ich auf dieser Bühne agieren soll, während ich zittere wie Espenlaub. Was sage ich, wenn ich dort stehe? Ich kann kaum fassen, dass ich mich aus Geldgründen darauf eingelassen habe. Die Vorstellung, ausgebuht zu werden, quält mich. In meinen Gedanken beschimpfe ich mich und laufe nervös auf und ab. Plötzlich höre ich, wie der DJ die Musik runterregelt und ein Trommelwirbel ertönt. Mir wird schlecht, und ich wünsche mir, auf die Toilette zu gehen. Ich warte auf das Zeichen, während ich an die Ankündigung denke: „Heute Abend zu Gast … Kerstin Ott.“ Der Rest fühlt sich an wie ein Film, vielleicht wegen der halben Flasche Wodka, die ich zur Beruhigung getrunken habe. Mit 16 Jahren, verliebt in meine beste Freundin, hatte ich mich für einen Talentwettbewerb beworben. Ich war mir sicher, dass ich glänzen würde, doch die Nervosität raubte mir die Stimme. Mein 5:48 Minuten langes Lied wurde zur Katastrophe, und mein Feuerzeug versagte im entscheidenden Moment. Es war der peinlichste Moment meines Lebens, und ich schwor mir, nie wieder auf eine Bühne zu treten.