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Unser Rousseau

Wie ein Genfer Uhrmachersohn die Aufklärung überwand und sie damit vollendete

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  • 381 Seiten
  • 14 Lesestunden

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Was haben Globalisierungskritiker, die Ökologiebewegung, die Utopie der Gleichheit und die Dialektik der Aufklärung mit einem berühmten Bürger von Genf zu tun? Er war ein bedeutender Denker seiner Zeit und kritisierte die Zivilisation. Der Sohn eines Uhrmachers, der in den Salons von Paris verkehrte, war vermutlich der Erste, der das Unbehagen an der Aufklärungskultur offen aussprach und sich der Gesellschaft entzog. Seine scharfen Worte zogen den Zorn anderer Aufklärer wie Voltaire und Diderot auf sich. Er erkannte, dass Fortschritt einen hohen Preis hat, sprach von der „Selbstentfremdung“ des modernen Menschen und kritisierte die Anmaßungen der Moderne und der Vernunft. Als Aufklärer über die Aufklärung beeinflusste er die Französische Revolution maßgeblich: seine Ideen zur Rückbesinnung auf den „natürlichen Menschen“ prägten das moderne Demokratieverständnis, die Staatstheorien und die Verfassungsdebatten. Die Berufung auf ein Naturrecht als Grundlage der Staatsgewalt und die Forderung nach einem Gesellschaftsvertrag im Kontext des französischen Feudalabsolutismus sind zentrale Themen. Diese Darstellung zeigt einen bahnbrechenden Repräsentanten der Spätaufklärung und setzt die gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit mit unserem heutigen Selbstverständnis in Beziehung.

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Unser Rousseau, Sabine Appel

Sprache
Erscheinungsdatum
2021
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(Hardcover)
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Titel
Unser Rousseau
Untertitel
Wie ein Genfer Uhrmachersohn die Aufklärung überwand und sie damit vollendete
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Sabine Appel
Erscheinungsdatum
2021
Einband
Hardcover
Seitenzahl
381
ISBN10
3847704400
ISBN13
9783847704409
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher
Bewertung
4,35 von 5 Sternen
Beschreibung
Was haben Globalisierungskritiker, die Ökologiebewegung, die Utopie der Gleichheit und die Dialektik der Aufklärung mit einem berühmten Bürger von Genf zu tun? Er war ein bedeutender Denker seiner Zeit und kritisierte die Zivilisation. Der Sohn eines Uhrmachers, der in den Salons von Paris verkehrte, war vermutlich der Erste, der das Unbehagen an der Aufklärungskultur offen aussprach und sich der Gesellschaft entzog. Seine scharfen Worte zogen den Zorn anderer Aufklärer wie Voltaire und Diderot auf sich. Er erkannte, dass Fortschritt einen hohen Preis hat, sprach von der „Selbstentfremdung“ des modernen Menschen und kritisierte die Anmaßungen der Moderne und der Vernunft. Als Aufklärer über die Aufklärung beeinflusste er die Französische Revolution maßgeblich: seine Ideen zur Rückbesinnung auf den „natürlichen Menschen“ prägten das moderne Demokratieverständnis, die Staatstheorien und die Verfassungsdebatten. Die Berufung auf ein Naturrecht als Grundlage der Staatsgewalt und die Forderung nach einem Gesellschaftsvertrag im Kontext des französischen Feudalabsolutismus sind zentrale Themen. Diese Darstellung zeigt einen bahnbrechenden Repräsentanten der Spätaufklärung und setzt die gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit mit unserem heutigen Selbstverständnis in Beziehung.