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- 222 Seiten
- 8 Lesestunden
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"Der Schimmelreiter" beginnt als Geistergeschichte. Ein Reisender findet sich in gefährlich rauem Wetter wieder. Auf einer nahegelegenen Insel erblickt er den Geist eines Reiters auf einem weißen Pferd, der im Wind und Regen aufsteigt und wieder hinabstürzt. Im Schutz eines örtlichen Gasthauses erwähnt der Reisende die Erscheinung, und der örtliche Schulmeister erzählt eine Geschichte. Es ist eine Erzählung von Ehrgeiz, von einem jungen Mann, Hauke Heien, der nicht nur einen Namen für sich machen, sondern die Welt neu gestalten will; von Liebe und Familie, während Hauke und seine Frau versuchen, mit der geistigen Behinderung ihres spätgeborenen Kindes umzugehen; und von Politik, während die Gemeinschaft gegen Haukes Initiativen ankämpft. Es ist auch eine Geschichte über die Glaubenskrise, das Verlangen nach und das Fehlen der göttlichen Präsenz sowie die Persistenz des Aberglaubens. Es bietet ein ansprechend sachliches Bild des Landlebens, einen erschütternden Einblick in die spirituelle Isolation und eine eindringliche Vision der Gewalt der Natur. Schließlich ist es eine Geschichte über die Grundlagen der Zivilisation im Akt des menschlichen Opfers. Antizipierend "Herr der Fliegen" und "Die Lotterie" ist Theodor Storms Novelle nicht nur die Geistergeschichte, die sie zunächst zu sein scheint, sondern eine prägnante und fesselnde Dramatisierung einiger blutiger Fragen, die die desillusionierte moderne Welt heimsuchen.
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Theodor Storm: Der Schimmelreiter.Eine kommentierte Leseausgabe, Gerd Eversberg
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- Erscheinungsdatum
- 2020
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- (Hardcover)
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