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Der Wille zum Wesen

Weltanschauungskultur, charakterologisches Denken und Judenfeindschaft in Deutschland 1890–1940

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  • 750 Seiten
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Per Leo fragt in dieser bahnbrechenden Studie nach den geistesgeschichtlichen Wurzeln von Rassismus und Judenverfolgung im Nationalsozialismus. Er zeigt, dass der Wille zur Ausgrenzung sich weniger als eigenständige Ideologie artikulierte, sondern in eine diffus rationale Weltanschauungskultur eingebettet war, die in dieser Form nur in Deutschland entstehen konnte. Am Beispiel des charakterologischen Diskurses rekonstruiert Leo die Route, auf der das allgemeine Problem menschlicher Ungleichheit und die besondere Frage nach dem »jüdischen Wesen« ihren Weg aus dem 19ˆ‰. ins 20Š‹. Jahrhundert fanden. Indem er darstellt, wie ab ˆ‰‹1900 die Charakterologie – mit dem Philosophen und Graphologen Ludwig Klages als Leit“figur – zu einem zentralen Orientierungspunkt in der deutschen Geisteslandschaft wurde, ermöglicht Leo auch eine neue Sicht auf die immer noch ungeklärte Frage, wie die deutsche Bildungsschicht im Dritten Reich ankommen konnte. War es nicht möglich, persönliche Individualität ebenso als Charakterform aufzufassen wie rassische Typizität? Musste das »Land der Dichter und Denker« in der Naziherrschaft• wirklich untergehen?

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Der Wille zum Wesen, Per Leo

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Erscheinungsdatum
2020
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(Paperback)
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Untertitel
Weltanschauungskultur, charakterologisches Denken und Judenfeindschaft in Deutschland 1890–1940
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Per Leo
Erscheinungsdatum
2020
Einband
Paperback
Seitenzahl
750
ISBN10
3957572576
ISBN13
9783957572578
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Per Leo fragt in dieser bahnbrechenden Studie nach den geistesgeschichtlichen Wurzeln von Rassismus und Judenverfolgung im Nationalsozialismus. Er zeigt, dass der Wille zur Ausgrenzung sich weniger als eigenständige Ideologie artikulierte, sondern in eine diffus rationale Weltanschauungskultur eingebettet war, die in dieser Form nur in Deutschland entstehen konnte. Am Beispiel des charakterologischen Diskurses rekonstruiert Leo die Route, auf der das allgemeine Problem menschlicher Ungleichheit und die besondere Frage nach dem »jüdischen Wesen« ihren Weg aus dem 19ˆ‰. ins 20Š‹. Jahrhundert fanden. Indem er darstellt, wie ab ˆ‰‹1900 die Charakterologie – mit dem Philosophen und Graphologen Ludwig Klages als Leit“figur – zu einem zentralen Orientierungspunkt in der deutschen Geisteslandschaft wurde, ermöglicht Leo auch eine neue Sicht auf die immer noch ungeklärte Frage, wie die deutsche Bildungsschicht im Dritten Reich ankommen konnte. War es nicht möglich, persönliche Individualität ebenso als Charakterform aufzufassen wie rassische Typizität? Musste das »Land der Dichter und Denker« in der Naziherrschaft• wirklich untergehen?