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Miele im Nationalsozialismus

Ein Familienunternehmen in der Rüstungs- und Kriegswirtschaft

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  • 352 Seiten
  • 13 Lesestunden

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Der erste wissenschaftliche Blick auf die Rolle von Miele im Nationalsozialismus. 1899 gegründet und seit vier Generationen in Familienbesitz, ist Miele vor allem als Hersteller von Hausgeräten bekannt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war das Unternehmen auch im Zweirad- und Automobilbau tätig. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen entschloss man sich 1937, vor dem Zweiten Weltkrieg, in die Rüstungsproduktion einzusteigen und begann mit der Fertigung eines Artilleriezünders. Dies führte zur Abhängigkeit von der nationalsozialistischen Kriegswirtschaft, einschließlich dem Einsatz von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen. Die Studie beleuchtet erstmals die Rolle der Unternehmer und des Unternehmens in dieser Zeit, unterstützt von den Inhaberfamilien. Es wird sichtbar, wie die Verantwortlichen versuchten, wirtschaftliche Notwendigkeiten mit menschlichen Werten zu verbinden, wobei sie Widersprüche nicht vermeiden konnten. Die pflichtgetreue Erfüllung der Rüstungsvorgaben stand im Kontrast zur ideologischen Distanz zur Diktatur. Dennoch ermöglichte die Ablehnung des Regimes den Inhabern und Miele nach dem Krieg eine hoffnungsvolle Zukunft.

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Miele im Nationalsozialismus, Jorge Lesczenski, Andrea Schneider-Braunberger

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2023
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(Hardcover)
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