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Österreichs Untergang

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Auszug aus Österreichs Untergang: Die Folge von Franz Josefs Missregierung. Zu der Bemerkung Gagerns auf Seite 113, Zeile 10, will ein Kollege die Erklärung darin finden, dass der Erzherzog in Wirklichkeit Sohn des Herzogs von Reichstadt gewesen sei! Er behauptet nämlich, vor einigen Jahren in der "norddeutschen Allgemeinen Zeitung" den angeblich "unanfechtbaren Nachweis" dafür gelesen zu haben. Unter anderem sei damals die Erzherzogin Sophie zwei Jahre lang von ihrem Gatten getrennt gewesen. Ich muss gestehen, dass mir die Sache unwahrscheinlich vorkommt. Erstens lernte ich in meiner Jugend eine Frau kennen, die 1830 bis 1832 die Geliebte des "Königs von Rom" gewesen war und noch einen Ring von ihm besaß, und die mir wohl eine Menge von Details über Napoleon II. erzählte, aber von seinem Verhältnis zur Erzherzogin Sophie nichts erwähnte. Zweitens aber hatte Erzherzog Ferdinand Max einen ausgesprochenen Habsburger Typus. Selbst wenn man dies auf Avitismus (wegen des Herzogs von Reichstadt Mutter) zurückführen wollte, so ließe sich dann nicht erklären, wieso denn der mehrere Jahre nach dem Tode des Herzogs von Reichstadt geborene Erzherzog Ludwig Victor eine mit seinem Bruder Max derart überraschende Ähnlichkeit aufweisen konnte, dass seine Bildnisse oft für solche des Kaisers Max gehalten wurden!

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Österreichs Untergang, Spiridon Gopc evic

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(Paperback)
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Titel
Österreichs Untergang
Sprache
Deutsch
Einband
Paperback
ISBN10
1332357393
ISBN13
9781332357390
Reihe
Beschreibung
Auszug aus Österreichs Untergang: Die Folge von Franz Josefs Missregierung. Zu der Bemerkung Gagerns auf Seite 113, Zeile 10, will ein Kollege die Erklärung darin finden, dass der Erzherzog in Wirklichkeit Sohn des Herzogs von Reichstadt gewesen sei! Er behauptet nämlich, vor einigen Jahren in der "norddeutschen Allgemeinen Zeitung" den angeblich "unanfechtbaren Nachweis" dafür gelesen zu haben. Unter anderem sei damals die Erzherzogin Sophie zwei Jahre lang von ihrem Gatten getrennt gewesen. Ich muss gestehen, dass mir die Sache unwahrscheinlich vorkommt. Erstens lernte ich in meiner Jugend eine Frau kennen, die 1830 bis 1832 die Geliebte des "Königs von Rom" gewesen war und noch einen Ring von ihm besaß, und die mir wohl eine Menge von Details über Napoleon II. erzählte, aber von seinem Verhältnis zur Erzherzogin Sophie nichts erwähnte. Zweitens aber hatte Erzherzog Ferdinand Max einen ausgesprochenen Habsburger Typus. Selbst wenn man dies auf Avitismus (wegen des Herzogs von Reichstadt Mutter) zurückführen wollte, so ließe sich dann nicht erklären, wieso denn der mehrere Jahre nach dem Tode des Herzogs von Reichstadt geborene Erzherzog Ludwig Victor eine mit seinem Bruder Max derart überraschende Ähnlichkeit aufweisen konnte, dass seine Bildnisse oft für solche des Kaisers Max gehalten wurden!