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Über-Empfindlichkeit

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  • 265 Seiten
  • 10 Lesestunden

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Etwas hat uns für einen kurzen Moment erstarren lassen: ein Geruch, ein Zeichen, eine Bewegung, ein Wort, ein Detail - nicht der Aufregung wert, und doch hat es uns in schrille Aufregung versetzt. Jeder kennt diese skurrilen, absurden Abneigungen und hat eigene Formen der Idiosynkrasie, der unerklärlichen Überempfindlichkeiten. Der griechische Begriff bezeichnet diese Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen. In den letzten Jahrhunderten wurden solche Prägungen kontrovers beurteilt: Für einige sind sie irrationale, vernachlässigbare Verhaltensweisen, für andere Auslöser von Innovation in Kunst und Wissenschaft. Silvia Bovenschen nähert sich diesem Mischphänomen aus verschiedenen Richtungen: Sie grenzt es vom Ekel und Schmerz ab, untersucht das Verhältnis von Idiosynkrasie und Physiognomie und reflektiert über die Beziehungen zwischen Idiosynkrasie und Flucht beim Zigarettenholen. Zudem versucht sie ein Porträt des Schweizers als Verbrecher. Im Vordergrund steht nicht ein historisch-systematisches Bemühen um eine Begriffsgeschichte, sondern das kaleidoskopartige Erfassen und Zergliedern ihrer Spielarten. So entsteht ein aufregendes, vergnügliches und gelehrtes Werk über eine unserer so wichtigen Unwichtigkeiten des täglichen Lebens.

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Über-Empfindlichkeit, Silvia Bovenschen

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Erscheinungsdatum
2000
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(Hardcover)
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Sprache
Deutsch
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
2000
Einband
Hardcover
Seitenzahl
265
ISBN10
3518411764
ISBN13
9783518411766
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher
Bewertung
3,75 von 5 Sternen
Beschreibung
Etwas hat uns für einen kurzen Moment erstarren lassen: ein Geruch, ein Zeichen, eine Bewegung, ein Wort, ein Detail - nicht der Aufregung wert, und doch hat es uns in schrille Aufregung versetzt. Jeder kennt diese skurrilen, absurden Abneigungen und hat eigene Formen der Idiosynkrasie, der unerklärlichen Überempfindlichkeiten. Der griechische Begriff bezeichnet diese Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen. In den letzten Jahrhunderten wurden solche Prägungen kontrovers beurteilt: Für einige sind sie irrationale, vernachlässigbare Verhaltensweisen, für andere Auslöser von Innovation in Kunst und Wissenschaft. Silvia Bovenschen nähert sich diesem Mischphänomen aus verschiedenen Richtungen: Sie grenzt es vom Ekel und Schmerz ab, untersucht das Verhältnis von Idiosynkrasie und Physiognomie und reflektiert über die Beziehungen zwischen Idiosynkrasie und Flucht beim Zigarettenholen. Zudem versucht sie ein Porträt des Schweizers als Verbrecher. Im Vordergrund steht nicht ein historisch-systematisches Bemühen um eine Begriffsgeschichte, sondern das kaleidoskopartige Erfassen und Zergliedern ihrer Spielarten. So entsteht ein aufregendes, vergnügliches und gelehrtes Werk über eine unserer so wichtigen Unwichtigkeiten des täglichen Lebens.