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Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch

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Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch von Alexander Solschenizyn ist ein bedeutendes literarisches Werk der Tauwetter-Periode in der UdSSR, das das stalinistische Lagersystem offen thematisiert. Die Geschichte folgt dem Häftling Nr. S 854, Iwan Denissowitsch Schuchow, einem Zimmermann, der aufgrund einer absurden Anklage wegen Hochverrats zu zehn Jahren Lager verurteilt wurde, von denen er bereits acht abgesessen hat. Der gesamte Handlungsverlauf spielt an einem einzigen Tag im Januar 1951 und spiegelt die Monotonie der 3653 Tage wider, die Schuchow noch vor sich hat. Sein Tagesablauf ist streng von der Lagerverwaltung vorgegeben: Wecken, Essen, morgendlicher Zählappell, Kontrollen und harte Arbeit in der „Brigade Nr. 105“ auf einer Baustelle. Schuchow hinterfragt die Rituale und Willkür nicht, sondern konzentriert sich auf sein Überleben und versucht, kleine Vorteile im Alltag zu erlangen, wie einen Tag im Krankenrevier oder ein Paar echte Lederstiefel. Besonders das Essen hat für ihn eine obsessive Bedeutung. Informationen über die Außenwelt sind für ihn irrelevant, und nur durch die Akzeptanz seiner entmenschlichten Existenz findet er die Kraft zum Überleben. Dies zeigt sich auch in seiner Einstellung zur Arbeit, wo er sich mit seiner Tätigkeit identifiziert und der Zwangsarbeit einen Sinn verleiht, den sie objektiv nicht hat.

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Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch, Aleksandr Solzhenitsyn

Sprache
Erscheinungsdatum
1992
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(Paperback)
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Sprache
Deutsch
Verlag
Ullstein
Erscheinungsdatum
1992
Einband
Paperback
Seitenzahl
158
ISBN10
3548204740
ISBN13
9783548204741
Reihe
Erstveröffentlichung
1962
Originaltitel
Один день Ивана Денисовича
Bewertung
4 von 5 Sternen
Beschreibung
Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch von Alexander Solschenizyn ist ein bedeutendes literarisches Werk der Tauwetter-Periode in der UdSSR, das das stalinistische Lagersystem offen thematisiert. Die Geschichte folgt dem Häftling Nr. S 854, Iwan Denissowitsch Schuchow, einem Zimmermann, der aufgrund einer absurden Anklage wegen Hochverrats zu zehn Jahren Lager verurteilt wurde, von denen er bereits acht abgesessen hat. Der gesamte Handlungsverlauf spielt an einem einzigen Tag im Januar 1951 und spiegelt die Monotonie der 3653 Tage wider, die Schuchow noch vor sich hat. Sein Tagesablauf ist streng von der Lagerverwaltung vorgegeben: Wecken, Essen, morgendlicher Zählappell, Kontrollen und harte Arbeit in der „Brigade Nr. 105“ auf einer Baustelle. Schuchow hinterfragt die Rituale und Willkür nicht, sondern konzentriert sich auf sein Überleben und versucht, kleine Vorteile im Alltag zu erlangen, wie einen Tag im Krankenrevier oder ein Paar echte Lederstiefel. Besonders das Essen hat für ihn eine obsessive Bedeutung. Informationen über die Außenwelt sind für ihn irrelevant, und nur durch die Akzeptanz seiner entmenschlichten Existenz findet er die Kraft zum Überleben. Dies zeigt sich auch in seiner Einstellung zur Arbeit, wo er sich mit seiner Tätigkeit identifiziert und der Zwangsarbeit einen Sinn verleiht, den sie objektiv nicht hat.