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Sektenbeobachtung als interstitieller Raum

Reaktionen auf neue religiöse Bewegungen in der Schweiz seit den 1960er-Jahren

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Auf der Basis historischer Quellen und qualitativer Interviews mit Sektenexpert:innen wird in diesem Buch die Entstehung und Entwicklung der Sektenbeobachtung in der Schweiz seit den 1960er- Jahren nachgezeichnet. Mit dem Aufkommen neuer religiöser Bewegungen aus der US-amerikanischen Gegenkultur taten sich zwischen den Kirchen, der akademischen Religionsforschung und zivilgesellschaftlichen Akteuren schon früh Gräben in der Beurteilung dieses Phänomens auf. Christina Wyttenbach analysiert die Reaktionen auf neue religiöse Bewegungen aus einer feldtheoretisch-praxeologischen Perspektive und zeigt, wie die verschiedenen Sektenberatungsstellen in der Schweiz einen interstitiellen Raum zwischen mehreren sozialen Feldern bildeten. Die Praxis von Expert:innen aus dem religiösen, wissenschaftlichen, politischen und journalistischen Feld changierte zwischen Kooperation und Abgrenzung und förderte vielfältige Positionen zu Tage, die normativ, aber auch materiell begründet waren. Durch die Verknüpfung empirischer Erkenntnisse mit dem Konzept interstitieller Räume bietet das Buch ein themenübergreifendes Deutungsangebot zur Frage nach der Relation zwischen Religion und anderen sozialen Bereichen. Vor dem Hintergrund des Erbes der Sektenbeobachtung regt die Autorin abschliessend eine Diskussion über zukünftige Entwicklungen des Faches Religionswissenschaft an.

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Sektenbeobachtung als interstitieller Raum, Christina Wyttenbach

Sprache
Erscheinungsdatum
2024
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(Paperback)
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Titel
Sektenbeobachtung als interstitieller Raum
Untertitel
Reaktionen auf neue religiöse Bewegungen in der Schweiz seit den 1960er-Jahren
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2024
Einband
Paperback
Seitenzahl
424
ISBN13
9783037772997
Reihe
Beschreibung
Auf der Basis historischer Quellen und qualitativer Interviews mit Sektenexpert:innen wird in diesem Buch die Entstehung und Entwicklung der Sektenbeobachtung in der Schweiz seit den 1960er- Jahren nachgezeichnet. Mit dem Aufkommen neuer religiöser Bewegungen aus der US-amerikanischen Gegenkultur taten sich zwischen den Kirchen, der akademischen Religionsforschung und zivilgesellschaftlichen Akteuren schon früh Gräben in der Beurteilung dieses Phänomens auf. Christina Wyttenbach analysiert die Reaktionen auf neue religiöse Bewegungen aus einer feldtheoretisch-praxeologischen Perspektive und zeigt, wie die verschiedenen Sektenberatungsstellen in der Schweiz einen interstitiellen Raum zwischen mehreren sozialen Feldern bildeten. Die Praxis von Expert:innen aus dem religiösen, wissenschaftlichen, politischen und journalistischen Feld changierte zwischen Kooperation und Abgrenzung und förderte vielfältige Positionen zu Tage, die normativ, aber auch materiell begründet waren. Durch die Verknüpfung empirischer Erkenntnisse mit dem Konzept interstitieller Räume bietet das Buch ein themenübergreifendes Deutungsangebot zur Frage nach der Relation zwischen Religion und anderen sozialen Bereichen. Vor dem Hintergrund des Erbes der Sektenbeobachtung regt die Autorin abschliessend eine Diskussion über zukünftige Entwicklungen des Faches Religionswissenschaft an.