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Antisemitismus zwischen Latenz und Leidenschaft

Kommunikations- und Äußerungsformen des Judenhasses im Wandel

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Antisemitismus als leidenschaftliche Welt(um-)deutung hat seit dem 7. Oktober 2023 über den Rechtsextremismus hinaus an Bedeutung gewonnen. Der Band beleuchtet die Persistenz, Wandelbarkeit und globale Verbreitung judenfeindlicher Vorstellungen, die von der Antike bis zu modernen Kommunikationskanälen wie Telegram und Demonstrationen reichen. Die ersten Kapitel thematisieren Kommunikations- und Äußerungsformen des Antisemitismus, darunter antike Verschwörungserzählungen, den antisemitischen Witz im Nationalsozialismus und die Ikonologie des Antisemitismus in der extremen Rechten. Es wird auch die Rolle von Judenhass in deutschsprachigen Fringe-Communities auf Telegram und die emotionale Selbstbeglaubigung in der Querdenken-Bewegung untersucht. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Antisemitismus in Institutionen, insbesondere an deutschen Universitäten und als Herausforderung für die Polizei. Der globale Antisemitismus wird durch die Entstehung moderner Formen in Lateinamerika und islamisch geprägte Ausprägungen in westlichen Migrationsgesellschaften beleuchtet. Zusätzlich werden Israel und der arabisch-israelische Konflikt als Projektionsflächen für antisemitische Einstellungen analysiert, gefolgt von Überlegungen zu den Denkansätzen nach und ohne Auschwitz. Der Band bietet somit eine umfassende Analyse der aktuellen Herausforderungen im Umgang mit Antisemitismus.

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Antisemitismus zwischen Latenz und Leidenschaft, Ruben Obenhaus, Johanna Bach, Markus Weil, Kai Schubert

Sprache
Erscheinungsdatum
2024
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(Paperback)
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Titel
Antisemitismus zwischen Latenz und Leidenschaft
Untertitel
Kommunikations- und Äußerungsformen des Judenhasses im Wandel
Sprache
Deutsch
Verlag
Budrich
Erscheinungsdatum
2024
Einband
Paperback
Seitenzahl
295
ISBN13
9783847430803
Reihe
Beschreibung
Antisemitismus als leidenschaftliche Welt(um-)deutung hat seit dem 7. Oktober 2023 über den Rechtsextremismus hinaus an Bedeutung gewonnen. Der Band beleuchtet die Persistenz, Wandelbarkeit und globale Verbreitung judenfeindlicher Vorstellungen, die von der Antike bis zu modernen Kommunikationskanälen wie Telegram und Demonstrationen reichen. Die ersten Kapitel thematisieren Kommunikations- und Äußerungsformen des Antisemitismus, darunter antike Verschwörungserzählungen, den antisemitischen Witz im Nationalsozialismus und die Ikonologie des Antisemitismus in der extremen Rechten. Es wird auch die Rolle von Judenhass in deutschsprachigen Fringe-Communities auf Telegram und die emotionale Selbstbeglaubigung in der Querdenken-Bewegung untersucht. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Antisemitismus in Institutionen, insbesondere an deutschen Universitäten und als Herausforderung für die Polizei. Der globale Antisemitismus wird durch die Entstehung moderner Formen in Lateinamerika und islamisch geprägte Ausprägungen in westlichen Migrationsgesellschaften beleuchtet. Zusätzlich werden Israel und der arabisch-israelische Konflikt als Projektionsflächen für antisemitische Einstellungen analysiert, gefolgt von Überlegungen zu den Denkansätzen nach und ohne Auschwitz. Der Band bietet somit eine umfassende Analyse der aktuellen Herausforderungen im Umgang mit Antisemitismus.