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Oszilloskopie im Experimentalfilm der frühen 1950er Jahre

Praktiken im Grenzbereich von Elektronik und Kinematografie

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In den frühen 1950er Jahren entstanden experimentelle Filme, die erstmals elektronische Bilder künstlerisch verarbeiteten. Die Dissertationsschrift erfasst diese Filme als Korpus und untersucht die Einbindung elektronischer Oszillogramme in die Animationsfilme von Mary Ellen Bute, Hy Hirsh und Norman McLaren zwischen 1951 und 1954, mit Fokus auf der Schnittstelle von Elektronik und Kinematografie. Die Autorin analysiert die Praktiken und das Beziehungsgeflecht bei der Filmproduktion, bei der neben menschlichen Akteur:innen auch Apparate und technische Verfahren eine Rolle spielten. Um das Mensch-Technik-Relationsgefüge zu beschreiben, wird ein Transfer des Affordanz-Ansatzes in die Medien- und Filmwissenschaft vorgenommen. Es wird untersucht, welche Bedienweisen das Oszilloskop aufgrund seiner üblichen Verwendungskontexte, technischen Parameter und Interfacegestaltung erlaubte und wie es für die Experimentalfilme genutzt wurde. Darüber hinaus wird die gängige Epocheneinteilung, die die elektronischen Künste erst ab den 1960er Jahren verortet, durch die Analyse dieses kritischen Moments in der Technik- und Filmgeschichte in den frühen 1950er Jahren in Frage gestellt. Diese Erweiterung der Geschichte elektronischer Bewegtbilder erfolgt mit Blick auf die zunehmende Bedeutung digital-numerischer Medien und elektronischer Künste.

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Oszilloskopie im Experimentalfilm der frühen 1950er Jahre, Stefanie Brauer

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2024
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