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Buddenbrooks

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Buddenbrooks: Verfall einer Familie" (1901) ist das früheste unter den großen Werken Thomas Manns und gilt heute als der erste Gesellschaftsroman in deutscher Sprache von Weltgeltung. Er erzählt vom allmählichen, sich über vier Generationen hinziehenden Niedergang einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie und illustriert die gesellschaftliche Rolle und Selbstwahrnehmung des hanseatischen Großbürgertums in den Jahren von 1835 bis 1877.

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Ben @Buchkomet Blog

Erzählt wird der Aufstieg und langsame Verfall einer Lübecker Kaufmannsfamilie über mehrere Generationen. Was trocken klingen könnte, wird bei Mann zu einer sehr genauen Beobachtung von Menschen, Erwartungen und Lebensentwürfen. Jede Generation trägt die Last der vorherigen mit sich herum und scheitert auf ihre ganz eigene Weise daran. Besonders spannend ist dabei, wie sich wirtschaftlicher Erfolg und inneres Glück immer weiter voneinander entfernen. Thomas Manns große Stärke liegt in der Figurenzeichnung. Seine Charaktere sind keine Sympathieträger im klassischen Sinne, aber sie fühlen sich erschreckend echt an. Tony Buddenbrook mit ihrem Stolz und ihren Selbsttäuschungen, Thomas mit seinem Pflichtbewusstsein bis zur Selbstaufgabe, Hanno als sensibler Gegenentwurf zur hanseatischen Leistungsideologie – das alles wirkt erstaunlich modern. Ja, der Roman ist ausführlich. Mann liebt Details, Gesellschaftsszenen, innere Monologe. Manchmal braucht es Geduld. Aber wer sich darauf einlässt, merkt schnell, wie viel feiner Humor und leise Tragik in diesem Text stecken. Buddenbrooks erzählt nicht nur vom Verfall einer Familie, sondern von dem Preis, den Anpassung und Erwartungen fordern.