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Die Zeit der Kathedralen

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  • 560 Seiten
  • 20 Lesestunden

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Duby geht es in seiner Darstellung der mittelalterlichen Kunst nicht um Ikonographie oder Stilgeschichte. Er stellt das Kunstwerk in den sozialen und geistesgeschichtlichen Rahmen seiner Zeit. Wenngleich die künstlerische Produktion die Perspektive dieser Arbeiten stets bestimmt, gehört der größere Raum doch der Darstellung der sozialen, ökonomischen, politischen und kulturellen Entwicklungen, in deren Rahmen sich die Kunst, deren Brennpunkt die Kathedrale bildet, entfaltete. So zeichnet er die ökonomischen Wandlungen jener Zeit nach, den Aufschwung der Landwirtschaft um die Jahrtausendwende, die Rückschläge durch Epidemien, die Entwicklung des Handels mit ihrer Erschließung neuer Märkte und der Verlagerung von Handelswegen, die ganze Landstriche aufblühen oder veröden ließ. Er schildert die Veränderungen in den Machtkonstellationen zwischen dem Kaiser, den Königen und dem Feudaladel und zwischen ihnen und der Kirche, aus denen neue Auftraggeber, neue Mäzene und neue Ausdrucksbedürfnisse für das Kunstwerk erwuchsen. Er geht den Reformbewegungen des Mönchtums nach, dem stets erneuerten Spannungsverhältnis zwischen dem Ideal persönlicher Armut und dem kollektiven Reichtum der Klöster, das die Kunst der Klosterkirchen ebenso beeinflußte wie die gesellschaftliche und innerkirchliche Position des Mönchtums.

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Die Zeit der Kathedralen, Georges Duby

Sprache
Erscheinungsdatum
1995
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(Hardcover)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Georges Duby
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
1995
Einband
Hardcover
Seitenzahl
560
ISBN10
3518575317
ISBN13
9783518575314
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher
Originaltitel
Le temps des cathédrales
Bewertung
4,15 von 5 Sternen
Beschreibung
Duby geht es in seiner Darstellung der mittelalterlichen Kunst nicht um Ikonographie oder Stilgeschichte. Er stellt das Kunstwerk in den sozialen und geistesgeschichtlichen Rahmen seiner Zeit. Wenngleich die künstlerische Produktion die Perspektive dieser Arbeiten stets bestimmt, gehört der größere Raum doch der Darstellung der sozialen, ökonomischen, politischen und kulturellen Entwicklungen, in deren Rahmen sich die Kunst, deren Brennpunkt die Kathedrale bildet, entfaltete. So zeichnet er die ökonomischen Wandlungen jener Zeit nach, den Aufschwung der Landwirtschaft um die Jahrtausendwende, die Rückschläge durch Epidemien, die Entwicklung des Handels mit ihrer Erschließung neuer Märkte und der Verlagerung von Handelswegen, die ganze Landstriche aufblühen oder veröden ließ. Er schildert die Veränderungen in den Machtkonstellationen zwischen dem Kaiser, den Königen und dem Feudaladel und zwischen ihnen und der Kirche, aus denen neue Auftraggeber, neue Mäzene und neue Ausdrucksbedürfnisse für das Kunstwerk erwuchsen. Er geht den Reformbewegungen des Mönchtums nach, dem stets erneuerten Spannungsverhältnis zwischen dem Ideal persönlicher Armut und dem kollektiven Reichtum der Klöster, das die Kunst der Klosterkirchen ebenso beeinflußte wie die gesellschaftliche und innerkirchliche Position des Mönchtums.