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Gedächtnisprotokolle

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Jürgen Fuchs, Gedächtnisprotokolle. Er hat sie niedergeschrieben, seine Gespräche mit der Obrigkeit in der DDR: Parteileitung, Staatsapparat, politische Polizei. Erlebnisse mit Leuten, Gespräche mit Freunden. Fuchs hört zu beim Reden. Das ist sein naiver Trick: er hört wirklich hin! und bewegt die Worte in seinem Herzen wie in seinem Denkapparat. Die leeren Worte, die bedrohlichen Worte, die wütigen, die kalten, die lauernden, die schmeichelnden Worte, die freundschaftlichen, die traurigen. Er nimmt alles auf, offen wie ein Kind. Und das macht seine Position mit denen, die ihn das Fürchten lehren wollen, so sehr zum Fürchten. Ja, noch radikaler als reden kann er zuhören, und noch radikaler als zuhören kann er sich verhalten. Er verhält sich so, daß seine Freunde sich ihm öffnen können, daß seine Feinde sich entblößen müssen. Seine politische Tonart ist die der unerbittlichen Sanftheit. Sanft ist er, wie alle echten Radikalen.

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Gedächtnisprotokolle, Jürgen Fuchs

Sprache
Erscheinungsdatum
1977
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(Paperback)
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Titel
Gedächtnisprotokolle
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Jürgen Fuchs
Verlag
Rowohlt
Erscheinungsdatum
1977
Einband
Paperback
ISBN10
3499141221
ISBN13
9783499141225
Reihe
Beschreibung
Jürgen Fuchs, Gedächtnisprotokolle. Er hat sie niedergeschrieben, seine Gespräche mit der Obrigkeit in der DDR: Parteileitung, Staatsapparat, politische Polizei. Erlebnisse mit Leuten, Gespräche mit Freunden. Fuchs hört zu beim Reden. Das ist sein naiver Trick: er hört wirklich hin! und bewegt die Worte in seinem Herzen wie in seinem Denkapparat. Die leeren Worte, die bedrohlichen Worte, die wütigen, die kalten, die lauernden, die schmeichelnden Worte, die freundschaftlichen, die traurigen. Er nimmt alles auf, offen wie ein Kind. Und das macht seine Position mit denen, die ihn das Fürchten lehren wollen, so sehr zum Fürchten. Ja, noch radikaler als reden kann er zuhören, und noch radikaler als zuhören kann er sich verhalten. Er verhält sich so, daß seine Freunde sich ihm öffnen können, daß seine Feinde sich entblößen müssen. Seine politische Tonart ist die der unerbittlichen Sanftheit. Sanft ist er, wie alle echten Radikalen.