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Mehr als ein Leben

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  • 284 Seiten
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Biografien aus der NS-Zeit sind zahlreich, doch die Perspektive eines jüdischen Deutschen, der dank Hitlers Verfolgung seine Heimat verlassen konnte, ist selten. Richard, als ältester Sohn einer angesehenen Arztfamilie in Gardelegen geboren, erkennt erst nach der Machtergreifung Hitlers, was es bedeutet, Jude in Deutschland zu sein. Seine Eltern planen rechtzeitig die Auswanderung nach Amerika. Während sie auf ein Visum warten, besuchen Richard und sein Bruder ein englisches Internat. Mit dem Kriegsausbruch beginnt für den 16-Jährigen eine unfreiwillige Weltreise: Nach Internierung durch die Briten wird er nach Australien in ein Gefangenenlager geschickt, doch bald freigelassen. Über Indien gelangt er schließlich in die USA, wo seine Eltern ihn erwarten. Als US-Soldat kehrt er kurz vor Kriegsende nach Deutschland zurück und wird zufällig Dolmetscher bei den Nürnberger Prozessen, wo er Nazigrößen wie Göring und Höß gegenübersteht. Die Erzählung beleuchtet die Launen des Schicksals in schwierigen Zeiten und den Mut, sich in unterschiedlichen Situationen zurechtzufinden. Richard W. Sonnenfeldt schildert lebendig sein Leben als Emigrant und seine Rückkehr in sein Heimatdorf, ohne Groll auf die Deutschen, da er erkennt, dass es leicht ist, moralisch zu urteilen, wenn man nie in Versuchung geführt wurde.

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Mehr als ein Leben, Anita Mally

Sprache
Erscheinungsdatum
1982
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(Paperback),
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Titel
Mehr als ein Leben
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Anita Mally
Erscheinungsdatum
1982
Einband
Paperback
Seitenzahl
284
ISBN10
3442300061
ISBN13
9783442300068
Reihe
Bewertung
2 von 5 Sternen
Beschreibung
Biografien aus der NS-Zeit sind zahlreich, doch die Perspektive eines jüdischen Deutschen, der dank Hitlers Verfolgung seine Heimat verlassen konnte, ist selten. Richard, als ältester Sohn einer angesehenen Arztfamilie in Gardelegen geboren, erkennt erst nach der Machtergreifung Hitlers, was es bedeutet, Jude in Deutschland zu sein. Seine Eltern planen rechtzeitig die Auswanderung nach Amerika. Während sie auf ein Visum warten, besuchen Richard und sein Bruder ein englisches Internat. Mit dem Kriegsausbruch beginnt für den 16-Jährigen eine unfreiwillige Weltreise: Nach Internierung durch die Briten wird er nach Australien in ein Gefangenenlager geschickt, doch bald freigelassen. Über Indien gelangt er schließlich in die USA, wo seine Eltern ihn erwarten. Als US-Soldat kehrt er kurz vor Kriegsende nach Deutschland zurück und wird zufällig Dolmetscher bei den Nürnberger Prozessen, wo er Nazigrößen wie Göring und Höß gegenübersteht. Die Erzählung beleuchtet die Launen des Schicksals in schwierigen Zeiten und den Mut, sich in unterschiedlichen Situationen zurechtzufinden. Richard W. Sonnenfeldt schildert lebendig sein Leben als Emigrant und seine Rückkehr in sein Heimatdorf, ohne Groll auf die Deutschen, da er erkennt, dass es leicht ist, moralisch zu urteilen, wenn man nie in Versuchung geführt wurde.