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Schriften zur Kulturwissenschaft: Kultur und Psychologie

Zur Entwicklung und Standortbestimmung der Kulturpsychologie

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Das Buch zeigt Defizite in der Historiographie zur Integration des Themas „Kultur“ in die Psychologie auf und strebt an, einige davon zu beheben. Es wird festgestellt, dass die Kulturpsychologie oft als Produkt der Moderne betrachtet wird, ohne erkennbare Konturen in früheren Epochen. Dies hängt mit dem Selbstverständnis der modernen Psychologie zusammen, die als naturwissenschaftlich orientierte Disziplin gilt, die erst im 19. Jahrhundert entstand. Die reservierte Haltung der Psychologiehistoriker gegenüber der Vergangenheit ist daher wenig überraschend. Die Gründe für diese Defizite sind vielfältig: von einer unzureichenden Aufarbeitung klassischer Quellen der europäischen Geistesgeschichte über ethnozentrische Bewertungen vergangener Leistungen bis hin zu unzureichender Beachtung außereuropäischer, insbesondere indigener psychologischer Beiträge. Der Autor ist sich bewusst, dass er nicht alle Defizite beseitigen kann, möchte jedoch die Aufarbeitung relevanter Quellen fördern. Er erkennt an, dass auch er ethnozentrischen Wertungen unterliegen könnte, und möchte auf deren Einfluss in bisherigen Darstellungen hinweisen. Zudem konzentriert er sich vorwiegend auf europäische Beiträge, zielt jedoch darauf ab, durch die Identifizierung und Rehabilitierung alter theoretischer und methodischer Konzepte zur Rekonstruktion von Ansätzen außerhalb Europas und vor der „Europäisierung“ der Wissenschaften zu ermutigen.

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Schriften zur Kulturwissenschaft: Kultur und Psychologie, Pradeep Chakkarath

Sprache
Erscheinungsdatum
2003
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(Paperback),
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Titel
Schriften zur Kulturwissenschaft: Kultur und Psychologie
Untertitel
Zur Entwicklung und Standortbestimmung der Kulturpsychologie
Sprache
Deutsch
Verlag
Kovač
Erscheinungsdatum
2003
Einband
Paperback
Seitenzahl
316
ISBN10
3830010508
ISBN13
9783830010500
Reihe
Beschreibung
Das Buch zeigt Defizite in der Historiographie zur Integration des Themas „Kultur“ in die Psychologie auf und strebt an, einige davon zu beheben. Es wird festgestellt, dass die Kulturpsychologie oft als Produkt der Moderne betrachtet wird, ohne erkennbare Konturen in früheren Epochen. Dies hängt mit dem Selbstverständnis der modernen Psychologie zusammen, die als naturwissenschaftlich orientierte Disziplin gilt, die erst im 19. Jahrhundert entstand. Die reservierte Haltung der Psychologiehistoriker gegenüber der Vergangenheit ist daher wenig überraschend. Die Gründe für diese Defizite sind vielfältig: von einer unzureichenden Aufarbeitung klassischer Quellen der europäischen Geistesgeschichte über ethnozentrische Bewertungen vergangener Leistungen bis hin zu unzureichender Beachtung außereuropäischer, insbesondere indigener psychologischer Beiträge. Der Autor ist sich bewusst, dass er nicht alle Defizite beseitigen kann, möchte jedoch die Aufarbeitung relevanter Quellen fördern. Er erkennt an, dass auch er ethnozentrischen Wertungen unterliegen könnte, und möchte auf deren Einfluss in bisherigen Darstellungen hinweisen. Zudem konzentriert er sich vorwiegend auf europäische Beiträge, zielt jedoch darauf ab, durch die Identifizierung und Rehabilitierung alter theoretischer und methodischer Konzepte zur Rekonstruktion von Ansätzen außerhalb Europas und vor der „Europäisierung“ der Wissenschaften zu ermutigen.