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Im Jahr 1800, geprägt von Enttäuschung über die Exzesse der Französischen Revolution, reflektiert die Tochter von Necker über die unzureichende Analyse der Beziehungen zwischen Gesetzen, Sitten, Religion und Literatur in Europa. Ihr Optimismus für das kommende Jahrhundert basiert auf dem Glauben an die Vervollkommnung der Menschheit und die Kraft des Fortschritts. Sie untersucht die Ursprünge der Unterschiede zwischen der französischen, griechischen, italienischen, spanischen und deutschen Literatur und führt diese auf die jeweiligen Institutionen und den Geist jeder Tradition zurück. Die Literatur wird in Beziehung zu Glück, Ruhm und Tugend gesetzt, was eine Neubestimmung des geistigen Menschen ermöglicht. Die Literaturen des Nordens und des Südens fördern nationale Merkmale und deren Wechselbeziehungen mit den Institutionen. Ästhetik wird durch Schönheit, Wettbewerb und Eloquenz definiert. Madame de Staël analysiert Literatur als Produkt ihrer Zeit, wobei Schreiben und Rezeption als kollektive Erfahrungen betrachtet werden, die von Literatur und Institutionen geprägt sind. Die gesellschaftlichen Faktoren, die das Leben gestalten, erklären die besondere Form der Gelehrsamkeit. Mit den Werkzeugen ihrer Zeit und durch das Prisma der gemäßigten bürgerlichen Intellektualität diskutiert die Autorin Themen von paradoxer Aktualität, die auch zweihundert Jahre später relevant sind.
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De la littérature, Germaine de Staël
- Sprache
- Erscheinungsdatum
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- (Paperback)
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- Titel
- De la littérature
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Germaine de Staël
- Verlag
- Flammarion
- Einband
- Paperback
- ISBN10
- 2080706292
- ISBN13
- 9782080706294
- Reihe
- Schlagwörter
- Sachbücher, Frankreich, 19. Jahrhundert
- Bewertung
- 3,6 von 5 Sternen
- Beschreibung
- Im Jahr 1800, geprägt von Enttäuschung über die Exzesse der Französischen Revolution, reflektiert die Tochter von Necker über die unzureichende Analyse der Beziehungen zwischen Gesetzen, Sitten, Religion und Literatur in Europa. Ihr Optimismus für das kommende Jahrhundert basiert auf dem Glauben an die Vervollkommnung der Menschheit und die Kraft des Fortschritts. Sie untersucht die Ursprünge der Unterschiede zwischen der französischen, griechischen, italienischen, spanischen und deutschen Literatur und führt diese auf die jeweiligen Institutionen und den Geist jeder Tradition zurück. Die Literatur wird in Beziehung zu Glück, Ruhm und Tugend gesetzt, was eine Neubestimmung des geistigen Menschen ermöglicht. Die Literaturen des Nordens und des Südens fördern nationale Merkmale und deren Wechselbeziehungen mit den Institutionen. Ästhetik wird durch Schönheit, Wettbewerb und Eloquenz definiert. Madame de Staël analysiert Literatur als Produkt ihrer Zeit, wobei Schreiben und Rezeption als kollektive Erfahrungen betrachtet werden, die von Literatur und Institutionen geprägt sind. Die gesellschaftlichen Faktoren, die das Leben gestalten, erklären die besondere Form der Gelehrsamkeit. Mit den Werkzeugen ihrer Zeit und durch das Prisma der gemäßigten bürgerlichen Intellektualität diskutiert die Autorin Themen von paradoxer Aktualität, die auch zweihundert Jahre später relevant sind.


