Gratis Versand ab 14,99 €. Mehr Infos.
Bookbot

Die Revolution nach Feierabend 1989/90

Die Abstimmung mit den Füßen

Parameter

  • 84 Seiten
  • 3 Lesestunden

Mehr zum Buch

Vieles geht 32 Jahre nach unserer friedlichen Revolution unserem Gedächtnis und Andenken verloren, wenn es nicht schriftlich festgehalten wird. Nie hätte ich zu hoffen gewagt, dass ich es nach 40 Jahren SED-Herrschaft noch erleben darf, noch einmal politische Freiheit zu genießen. Ich dachte eindeutig, unsere Machthaber, die verfetteten „Söhne der Arbeiterklasse“, würden uns eher verhungern lassen, als von ihrer Macht auch nur ein winziges Stück abzulassen. Gut, wir hatten viel Glück mit der Abfolge der Ereignisse: Das Schaufenster nach dem Westen (Fernsehen, Intershops, Besuchsreisen) ließ so manchen die Faust in der Tasche ballen. Gorbatschows Perestroika und Glasnost, Polens Solidarnosc, die dank des Papstes am Leben blieb, Ungarns Grenzöffnung nach Österreich – all das spielte eine entscheidende Rolle. Hinzu kam das zu lange Dulden der führenden Genossen unter Honeckers seniler Fuchtel mit anschließender Uneinigkeit. Wie gesagt: Glück gehabt. Nun will ich aber nicht behaupten, dass wir heute den Himmel auf Erden haben. Aber bei all den Einschränkungen, die wir nach der Wende wahrnahmen, bin ich stolz, dass ich als jemand, der sich nicht für sehr mutig oder gar heldenhaft hält, im richtigen Augenblick die Angst hinter sich ließ und als winziges Rädchen der friedlichen Revolution dienen durfte.

Buchkauf

Die Revolution nach Feierabend 1989/90, Dr. Hans Erich Müller

Sprache
Erscheinungsdatum
2026
product-detail.submit-box.info.binding
(Paperback)
Wir benachrichtigen dich per E-Mail.

Lieferung

  • Gratis Versand ab 14,99 € in ganz Deutschland! Mehr Infos.

Zahlungsmethoden

Keiner hat bisher bewertet.Abgeben

Titel
Die Revolution nach Feierabend 1989/90
Untertitel
Die Abstimmung mit den Füßen
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2026
Einband
Paperback
Seitenzahl
84
ISBN13
9783962295592
Reihe
Schlagwörter
Biographien
Beschreibung
Vieles geht 32 Jahre nach unserer friedlichen Revolution unserem Gedächtnis und Andenken verloren, wenn es nicht schriftlich festgehalten wird. Nie hätte ich zu hoffen gewagt, dass ich es nach 40 Jahren SED-Herrschaft noch erleben darf, noch einmal politische Freiheit zu genießen. Ich dachte eindeutig, unsere Machthaber, die verfetteten „Söhne der Arbeiterklasse“, würden uns eher verhungern lassen, als von ihrer Macht auch nur ein winziges Stück abzulassen. Gut, wir hatten viel Glück mit der Abfolge der Ereignisse: Das Schaufenster nach dem Westen (Fernsehen, Intershops, Besuchsreisen) ließ so manchen die Faust in der Tasche ballen. Gorbatschows Perestroika und Glasnost, Polens Solidarnosc, die dank des Papstes am Leben blieb, Ungarns Grenzöffnung nach Österreich – all das spielte eine entscheidende Rolle. Hinzu kam das zu lange Dulden der führenden Genossen unter Honeckers seniler Fuchtel mit anschließender Uneinigkeit. Wie gesagt: Glück gehabt. Nun will ich aber nicht behaupten, dass wir heute den Himmel auf Erden haben. Aber bei all den Einschränkungen, die wir nach der Wende wahrnahmen, bin ich stolz, dass ich als jemand, der sich nicht für sehr mutig oder gar heldenhaft hält, im richtigen Augenblick die Angst hinter sich ließ und als winziges Rädchen der friedlichen Revolution dienen durfte.