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Edition Suhrkamp: Die Kritik der Romantik

Der Verdacht der Philosophie gegen die literarische Moderne

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  • 310 Seiten
  • 11 Lesestunden

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Die Kritik der Romantik und ihrer spezifischen Motive hat die intellektuelle und akademische Diskussion bis weit ins letzte Drittel des 19. Jahrhunderts beherrscht. Die wichtigste übersehene Tatsache ist jedoch, daß die beiden zentralen Figuren des romantischen Bewußtseins, die Reflexivität des Kunstwerks und das Phantastische, nicht rezipiert wurden, sondern tabuisiert worden sind. Was bedeutet, daß eben jene Elemente der Romantik, die in der literarischen Moderne virulent wurden, für beinah ein Jahrhundert aus dem deutschen Diskurs ausgegrenzt blieben. Die Kritik der Romantik im Zeichen eines ideologischen Idealismus und historischen Positivismus bedeutet eine Verhinderung der Moderne als »Kontingenzbewußtsein«, also als Bewußtsein vom Zufall und Zerfall, wie es von der romantischen Poesie entdeckt worden ist.

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Edition Suhrkamp: Die Kritik der Romantik, Karl Heinz Bohrer

Sprache
Erscheinungsdatum
1989
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(Paperback)
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Titel
Edition Suhrkamp: Die Kritik der Romantik
Untertitel
Der Verdacht der Philosophie gegen die literarische Moderne
Sprache
Deutsch
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
1989
Einband
Paperback
Seitenzahl
310
ISBN10
3518115510
ISBN13
9783518115510
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher, Kritik
Beschreibung
Die Kritik der Romantik und ihrer spezifischen Motive hat die intellektuelle und akademische Diskussion bis weit ins letzte Drittel des 19. Jahrhunderts beherrscht. Die wichtigste übersehene Tatsache ist jedoch, daß die beiden zentralen Figuren des romantischen Bewußtseins, die Reflexivität des Kunstwerks und das Phantastische, nicht rezipiert wurden, sondern tabuisiert worden sind. Was bedeutet, daß eben jene Elemente der Romantik, die in der literarischen Moderne virulent wurden, für beinah ein Jahrhundert aus dem deutschen Diskurs ausgegrenzt blieben. Die Kritik der Romantik im Zeichen eines ideologischen Idealismus und historischen Positivismus bedeutet eine Verhinderung der Moderne als »Kontingenzbewußtsein«, also als Bewußtsein vom Zufall und Zerfall, wie es von der romantischen Poesie entdeckt worden ist.