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Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen

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  • 348 Seiten
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Das Ineinandergreifen von historischen Überresten, Denkmalsetzungen und musealen Inszenierungen hinterlässt Spuren einer doppelten historischen Zeit, die sowohl die NS-Zeit als auch deren Rezeptionsgeschichte beleuchten. Vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen in Europa und der Debatte um Gedenkstätten als staatliche Symbole rückt die Nachgeschichte der Konzentrationslager zunehmend in den Fokus historischer Forschung. Dieses Buch bietet eine umfassende Gesamtgeschichte der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und zeichnet die Entwicklung des ehemaligen Lagers nach: von der Befreiung durch US-Truppen 1945 über die sowjetische Verwaltung und die Übergabe an die Republik bis zur Einrichtung einer Gedenkstätte. Die Marginalisierung im Kalten Krieg wird ebenso thematisiert wie die Nutzung als Ort der politischen Bildung seit den 1960er Jahren und der Aufstieg zu einem zentralen Ort nationalen Gedenkens. Es werden Erinnerungsstrategien analysiert, die in der Gedenkstättenarchitektur, Ikonographie und den sozialen Praktiken des Gedenkens sichtbar werden, von den ersten Gedenkfeiern nach der Befreiung bis hin zur Eventkultur, wie dem Philharmonikerkonzert im Jahr 2000. Die Transformation eines der großen nationalsozialistischen Konzentrationslager in eine Gedenkstätte wird nicht als Erfolgsgeschichte, sondern als eine Geschichte mit gescheiterten und vergessenen Konzepten dargestellt.

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Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Bertrand Perz

Sprache
Erscheinungsdatum
2006
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(Paperback),
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Titel
Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Bertrand Perz
Erscheinungsdatum
2006
Einband
Paperback
Seitenzahl
348
ISBN10
3706540258
ISBN13
9783706540254
Reihe
Beschreibung
Das Ineinandergreifen von historischen Überresten, Denkmalsetzungen und musealen Inszenierungen hinterlässt Spuren einer doppelten historischen Zeit, die sowohl die NS-Zeit als auch deren Rezeptionsgeschichte beleuchten. Vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen in Europa und der Debatte um Gedenkstätten als staatliche Symbole rückt die Nachgeschichte der Konzentrationslager zunehmend in den Fokus historischer Forschung. Dieses Buch bietet eine umfassende Gesamtgeschichte der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und zeichnet die Entwicklung des ehemaligen Lagers nach: von der Befreiung durch US-Truppen 1945 über die sowjetische Verwaltung und die Übergabe an die Republik bis zur Einrichtung einer Gedenkstätte. Die Marginalisierung im Kalten Krieg wird ebenso thematisiert wie die Nutzung als Ort der politischen Bildung seit den 1960er Jahren und der Aufstieg zu einem zentralen Ort nationalen Gedenkens. Es werden Erinnerungsstrategien analysiert, die in der Gedenkstättenarchitektur, Ikonographie und den sozialen Praktiken des Gedenkens sichtbar werden, von den ersten Gedenkfeiern nach der Befreiung bis hin zur Eventkultur, wie dem Philharmonikerkonzert im Jahr 2000. Die Transformation eines der großen nationalsozialistischen Konzentrationslager in eine Gedenkstätte wird nicht als Erfolgsgeschichte, sondern als eine Geschichte mit gescheiterten und vergessenen Konzepten dargestellt.