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Juliana Perschy versucht, eine literaturwissenschaftliche Verknüpfung zwischen der bisweilen toposhaft beschriebenen Figur „Jedermann“ Hugo von Hofmannsthals und dem in der österreichischen Literatur ab der Jahrhundertwende vielfach auftretenden Figurenmotiv des „k.u.k. Leutnants“ im Umfeld des Ersten Weltkriegs und dem damit einhergehenden Niedergang der Habsburgermonarchie herzustellen, sowie an diese „Ulrich“, Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“, als Symbol des Systemkollaps’ anzuschließen. Da die Verbindung dieser Figurentypen in den Parametern der Individualität und Identität besteht, ist es gleichzeitig möglich, aus ihrer neu gelesenen literarischen Darstellung eine Neuperspektivierung des Endes Österreich-Ungarns vorzunehmen und auf die soziokulturellen Implikationen dieses Paradigmenwechsels Bezug zu nehmen. Katarina Grković untersucht das Erkenntnispotenzial wiederkehrender literarischer Motive in fiktionalen und nichtfiktionalen Texten über die Belagerung von Sarajevo jenseits nationaler Zuschreibung. Auf diese Weise eröffnet sich eine gemeinsame Deutungs- und Erinnerungsebene, die weniger von politisch-ethnischen Trennlinien als vielmehr von grundlegenden Erfahrungen von Krieg, Gewalt, Trauer und Zerstörung geprägt ist.

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KRIEG UND GESELLSCHAFT, Mitteleuropa-Zentrum an der Andrássy Universität Budapest

Sprache
Erscheinungsdatum
2026
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Titel
KRIEG UND GESELLSCHAFT
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2026
Seitenzahl
264
ISBN13
9783700323402
Reihe
Beschreibung
Juliana Perschy versucht, eine literaturwissenschaftliche Verknüpfung zwischen der bisweilen toposhaft beschriebenen Figur „Jedermann“ Hugo von Hofmannsthals und dem in der österreichischen Literatur ab der Jahrhundertwende vielfach auftretenden Figurenmotiv des „k.u.k. Leutnants“ im Umfeld des Ersten Weltkriegs und dem damit einhergehenden Niedergang der Habsburgermonarchie herzustellen, sowie an diese „Ulrich“, Robert Musils „Mann ohne Eigenschaften“, als Symbol des Systemkollaps’ anzuschließen. Da die Verbindung dieser Figurentypen in den Parametern der Individualität und Identität besteht, ist es gleichzeitig möglich, aus ihrer neu gelesenen literarischen Darstellung eine Neuperspektivierung des Endes Österreich-Ungarns vorzunehmen und auf die soziokulturellen Implikationen dieses Paradigmenwechsels Bezug zu nehmen. Katarina Grković untersucht das Erkenntnispotenzial wiederkehrender literarischer Motive in fiktionalen und nichtfiktionalen Texten über die Belagerung von Sarajevo jenseits nationaler Zuschreibung. Auf diese Weise eröffnet sich eine gemeinsame Deutungs- und Erinnerungsebene, die weniger von politisch-ethnischen Trennlinien als vielmehr von grundlegenden Erfahrungen von Krieg, Gewalt, Trauer und Zerstörung geprägt ist.