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Ronald Searle führt eine der spitzesten Federn der Gegenwart. Er ist aber auch einer der originellsten zeitgenössischen Zeichner: sein Einfluß auf die kritische Graphik war und ist bemerkenswert. Seine persönliche, unverwechselbare Handschrift ließ ihn schnell bekannt werden. Er war noch keine zwanzig, als man ihm nachsagte, er habe «in der Welt des gezeichneten Humors eine Revolution hervorgerufen». Inzwischen, 43 Jahre nach der Veröffentlichung seiner ersten Zeichnung (damals war er fünfzehn), hat er sich neue Ausdrucksmöglichkeiten hinzuerobert: den Zeichentrickfilm, die Druckgraphik, das Tafelbild und das dreidimensionale Gestalten in Ton. ln einem allerdings ist er sich gleichgeblieben: als Humorist. Und nie hat er sein Hauptziel aus dem Auge verloren: zu karikieren. Searles Werk ist sozusagen durch die Hintertür in die Museen für die «Schönen Künste» vorgedrungen, ob mit dem Willen seines Schöpfers oder gegen ihn bleibe dahingestellt; aber es hat in diese heiligen Hallen das Lachen gebracht, auch wenn es bisweilen ein trockenes Lachen ist. Dieser Band, die erste größere Würdigung des Werkes von Ronald Searle, enthält eine umfassende Auswahl aus den Zeichnungen, Lithographien und Aquarellen der letzten zehn Jahre, die Blätter sind in ihrer Mehrzahl bisher noch nicht veröffentlicht. Zwei Kenner seines Werkes tragen Fakten und Interpretationen bei. Die Einführung von Professor Dr. Henning Bock, Direktor der Gemäldegalerie Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin-Dahlem, stützt sich auf eine langjährige berufliche und persönliche Beziehung zu Searles Œuvre und auf ausführliche Gespräche mit ihm. Ein zweiter Essay untersucht die Arbeit des Satirikers aus einem ganz anderen Blickwinkel: Pierre Dehaye, Direktor der Monnaie de Paris, würdigt Searle als Gestalter satirischer Gedenkmünzen. Freimütige autobiographische Notizen erweitern das Bild vom Künstler und Menschen Searle um unerwartete Züge. Ein dokumentarischer Anhang vervollständigt den Band. Searles künstlerische Entwicklung beruht vor allem auf zwei Voraussetzungen: einer traditionellen akademischen Ausbildung als Zeichner in Cambridge und seinen bitteren Erfahrungen in japanischer Kriegsgefangenschaft. Sie ließen aus Ronald Searle einen Künstler werden, der nicht nur seiner Mittel sicher ist und einen hochentwickelten Sinn für den sogenannten «schwarzen Humor» besitzt, sondern auch aus eigener Erfahrung den Dschungel des Lebens kennt und sich aus ihm mit einem Lachen befreit.

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Ronald Searle, Ronald Searle, Pierre Dehaye, Henning Bock

Sprache
Erscheinungsdatum
1978
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(Hardcover),
Buchzustand
Beschädigt
Preis
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Sprache
Deutsch
Verlag
Rowohlt
Erscheinungsdatum
1978
Einband
Hardcover
Seitenzahl
236
ISBN10
3498061283
ISBN13
9783498061289
Reihe
Beschreibung
Ronald Searle führt eine der spitzesten Federn der Gegenwart. Er ist aber auch einer der originellsten zeitgenössischen Zeichner: sein Einfluß auf die kritische Graphik war und ist bemerkenswert. Seine persönliche, unverwechselbare Handschrift ließ ihn schnell bekannt werden. Er war noch keine zwanzig, als man ihm nachsagte, er habe «in der Welt des gezeichneten Humors eine Revolution hervorgerufen». Inzwischen, 43 Jahre nach der Veröffentlichung seiner ersten Zeichnung (damals war er fünfzehn), hat er sich neue Ausdrucksmöglichkeiten hinzuerobert: den Zeichentrickfilm, die Druckgraphik, das Tafelbild und das dreidimensionale Gestalten in Ton. ln einem allerdings ist er sich gleichgeblieben: als Humorist. Und nie hat er sein Hauptziel aus dem Auge verloren: zu karikieren. Searles Werk ist sozusagen durch die Hintertür in die Museen für die «Schönen Künste» vorgedrungen, ob mit dem Willen seines Schöpfers oder gegen ihn bleibe dahingestellt; aber es hat in diese heiligen Hallen das Lachen gebracht, auch wenn es bisweilen ein trockenes Lachen ist. Dieser Band, die erste größere Würdigung des Werkes von Ronald Searle, enthält eine umfassende Auswahl aus den Zeichnungen, Lithographien und Aquarellen der letzten zehn Jahre, die Blätter sind in ihrer Mehrzahl bisher noch nicht veröffentlicht. Zwei Kenner seines Werkes tragen Fakten und Interpretationen bei. Die Einführung von Professor Dr. Henning Bock, Direktor der Gemäldegalerie Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin-Dahlem, stützt sich auf eine langjährige berufliche und persönliche Beziehung zu Searles Œuvre und auf ausführliche Gespräche mit ihm. Ein zweiter Essay untersucht die Arbeit des Satirikers aus einem ganz anderen Blickwinkel: Pierre Dehaye, Direktor der Monnaie de Paris, würdigt Searle als Gestalter satirischer Gedenkmünzen. Freimütige autobiographische Notizen erweitern das Bild vom Künstler und Menschen Searle um unerwartete Züge. Ein dokumentarischer Anhang vervollständigt den Band. Searles künstlerische Entwicklung beruht vor allem auf zwei Voraussetzungen: einer traditionellen akademischen Ausbildung als Zeichner in Cambridge und seinen bitteren Erfahrungen in japanischer Kriegsgefangenschaft. Sie ließen aus Ronald Searle einen Künstler werden, der nicht nur seiner Mittel sicher ist und einen hochentwickelten Sinn für den sogenannten «schwarzen Humor» besitzt, sondern auch aus eigener Erfahrung den Dschungel des Lebens kennt und sich aus ihm mit einem Lachen befreit.