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Kein Ende des Sonderweges

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  • 416 Seiten
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Nach ihrer Selbstdarstellung kämpften die Sieger des Zweiten Weltkriegs gegen das ›absolut Böse‹, das wie der Wolf über die Lämmerherde über die friedliche Staatenwelt hergefallen war. Den Besiegten, so die ihnen auferlegte westliche Staatsdoktrin, gewährte der Siegergroßmut einen Neuanfang im geteilten Land, dessen Republiken sich jüngst in einem souveränen Gesamtstaat wiedervereinigen durften, freilich nicht ohne einigen ohnehin längst vollzogenen Gebietsverlusten zuzustimmen. Auch hier klaffen Abgründe zur Wirklichkeit: Verantwortlich für die Fortsetzung des zweiten Dreißigjährigen Krieges waren vornehmlich Großbritannien, Polen, die USA, die Sowjetunion und das Deutsche Reich. Die Umerziehung brachte eine unterwürfige, nationaler Interessenpolitik unfähige politische Klasse hervor. Die sich im Zuge der Vereinigung von West- und Mitteldeutschland eröffnende Chance neutraler Souveränität wurde vertan. Die Frage der deutschen Ostgebiete wurde durch die Verträge 1990/91 entgegen offizieller Lesart nicht geregelt, sondern nur außer Streit gestellt.

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Kein Ende des Sonderweges, Ulrich Schwarze

Sprache
Erscheinungsdatum
2013
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(Hardcover)
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Titel
Kein Ende des Sonderweges
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Ulrich Schwarze
Verlag
Hohenrain
Erscheinungsdatum
2013
Einband
Hardcover
Seitenzahl
416
ISBN10
3891800991
ISBN13
9783891800997
Reihe
Beschreibung
Nach ihrer Selbstdarstellung kämpften die Sieger des Zweiten Weltkriegs gegen das ›absolut Böse‹, das wie der Wolf über die Lämmerherde über die friedliche Staatenwelt hergefallen war. Den Besiegten, so die ihnen auferlegte westliche Staatsdoktrin, gewährte der Siegergroßmut einen Neuanfang im geteilten Land, dessen Republiken sich jüngst in einem souveränen Gesamtstaat wiedervereinigen durften, freilich nicht ohne einigen ohnehin längst vollzogenen Gebietsverlusten zuzustimmen. Auch hier klaffen Abgründe zur Wirklichkeit: Verantwortlich für die Fortsetzung des zweiten Dreißigjährigen Krieges waren vornehmlich Großbritannien, Polen, die USA, die Sowjetunion und das Deutsche Reich. Die Umerziehung brachte eine unterwürfige, nationaler Interessenpolitik unfähige politische Klasse hervor. Die sich im Zuge der Vereinigung von West- und Mitteldeutschland eröffnende Chance neutraler Souveränität wurde vertan. Die Frage der deutschen Ostgebiete wurde durch die Verträge 1990/91 entgegen offizieller Lesart nicht geregelt, sondern nur außer Streit gestellt.